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Märchen, Mythen und Moderne

200 Jahre «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm – Teil 1 und 2

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Claudia Brinker-von der Heyde, Holger Ehrhardt and Hans-Heino Ewers

Im Dezember 2012 jährte sich zum 200. Mal das Erscheinen der Kinder- und Hausmärchen. Dieses Jubiläum nahm die Universität Kassel zum Anlass, einen internationalen Kongress mit dem Titel Märchen, Mythen und Moderne. 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm zu veranstalten. Die vorliegenden Kongressbeiträge nähern sich dem populärsten Werk der Brüder Grimm sowohl literatur- und sprachwissenschaftlich als auch aus Sicht der Kinder- und Jugendliteratur, Psychologie und Pädagogik, Medienwissenschaft und interkulturellen Rezeptionsforschung. Über die Märchen hinaus finden sich Studien zum philologischen, lexikographischen, mythologischen und rechtshistorischen Werk der Brüder Grimm.
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Komparatistische Untersuchung zu Magie und Sprachmagie in einigen deutschen und beninischen Märchen: Mensah Wekenon Tokponto

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Mensah Wekenon Tokponto

Komparatistische Untersuchung zu Magie und Sprachmagie in einigen deutschen und beninischen Märchen

Einführung

Magie gehörte und gehört in allen Kulturen und Traditionen zu den Lebensgewohnheiten der Menschen. Dies ist vor allem bei Völkern bemerkbar, die heute noch stark Naturreligionen anhängen und bei denen die technisch-wissenschaftliche Zivilisation auf wenig Verständnis und Akzeptanz stößt. Der Terminus ‚Magie‘ wird im Alltag oft mit negativen Vorstellungen in Verbindung gebracht, da sich ihre Gebrauchsmethoden als immateriell erweisen und Ergebnisse sich nur mit unsichtbaren Mitteln erzielen lassen.

In den beninischen bzw. afrikanischen Märchen ruft der Begriff ‚Magie‘ andere Konnotationen – wie Zauber und Wunder – hervor, wobei bestimmte Requisiten wie z.B. ein Zauberstab magische Kräfte in sich bergen. Die Magie drückt sich Petzold zufolge als bildhafte Handlung im Zauber aus, d.h. Zauber ist die Performanz der Magie im magischen Ritual.1 Er vertritt auch die Meinung, dass es schwierig ist, im Märchen Magie von Wunder zu trennen und dies aufgrund seiner sofortigen Wirkungskraft. Märchengestalten sprechen unter bestimmten Umständen Worte aus, deren Kraft als magisch bezeichnet werden kann, da durch diese Worte das Unmögliche möglich gemacht wird und Berge in Bewegung gesetzt werden können. Magische Kräfte erscheinen in besonderen Lebenssituationen mancher Figuren, um entweder die in Not Geratenen aus Gefahren zu retten oder die ungehorsamen und überheblichen Figuren ins Unglück zu stürzen. In diesen Märchen kann die Magie...

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