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Konzepte aus der Sprachlehrforschung – Impulse für die Praxis

Festschrift für Karin Kleppin

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Edited By Jessica Böcker and Anette Stauch

Mit der vorliegenden Festschrift für Karin Kleppin wird eine Wissenschaftlerin geehrt, die die deutsche Sprachlehrforschung seit ihren Anfängen in den 1970er-Jahren maßgeblich geprägt hat. Der Sammelband orientiert sich an den Forschungsschwerpunkten von Karin Kleppin und ist unterteilt in die Themenbereiche «Individuelles und individualisiertes Fremdsprachenlernen», «Aus-, Fort- und Weiterbildung von bzw. zu Experten für Fremdsprachenlehren und -lernen», «Testen, Prüfen, Evaluieren fremdsprachlicher Kompetenzen» sowie «Fremdsprachenlernen im Hochschulkontext». Die Beiträge spiegeln aktuelle Entwicklungen in der Sprachlehrforschung und benachbarten Disziplinen wider. Rückblicke in ihre Biografie zeichnen die Forscherpersönlichkeit von Karin Kleppin nach.

Dieser Band schließt die Reihe ab.

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Fremdsprachenlernen im Hochschulkontext

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Liest man Karin Kleppins Publikationsliste, so mag zunächst der Eindruck entstehen, dass der Bereich „Fremdsprachenlernen im Hochschulkontext“ – zumindest explizit und verglichen mit anderen Bildungsbereichen – keine sehr prominente Stellung einnimmt. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass der Hochschulbereich in seiner Spezifik sehr wohl im Blickpunkt vieler Projekte und Veröffentlichungen steht, die Karin Kleppin beschäftigen. Spätestens aus ihrem akademischen Werdegang wird deutlich, dass und auch warum Karin Kleppin das Fremdsprachenlernen gerade an Hochschulen besonders am Herzen liegt: Angefangen mit den praktischen Erfahrungen bereits zu Studienzeiten, dann unter anderem als DAAD-Lektorin in Paris und Rabat in den 1980er- und 1990er-Jahren, die sie – so darf man vermuten – für die Besonderheiten dieses Bereichs sensibilisiert haben, bis hin zur Wissenschaftlichen Leitung des Zentrums für Fremdsprachenausbildung (ZFA) der Ruhr-Universität Bochum seit 2005 zieht sich die Hochschulspezifik wie ein roter Faden durch ihr Wirken. Hochschulspezifik, das heißt für Karin Kleppin unter anderem Wissenschafts- und Fachsprache, spezifische Motive, Fremdsprachenlernerfahrung, Selbststeuerung, Rollenkonstellation zwischen Lehrenden und Lernenden, differenzierte Mehrsprachigkeitsprofile.

Zu ihren Verdiensten gehört, dass sich Karin Kleppin die Qualitätsentwicklung und Erhöhung des Stellenwerts der Fremdsprachenausbildung an Hochschulen schon zur Aufgabe gemacht hat, lange bevor dieses Thema en vogue war. Dabei setzt sie sich auf unterschiedlichen Ebenen für ihr Anliegen ein: zum einen im wissenschaftlichen Bereich, indem sie nicht nur selbst forscht, sondern immer wieder auch bei Kolleginnen und Kollegen aus Sprachlehrforschung und Fremdsprachendidaktik darum wirbt, den Hochschulkontext stärker zu berücksichtigen; zum...

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