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Konzepte aus der Sprachlehrforschung – Impulse für die Praxis

Festschrift für Karin Kleppin

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Edited By Jessica Böcker and Anette Stauch

Mit der vorliegenden Festschrift für Karin Kleppin wird eine Wissenschaftlerin geehrt, die die deutsche Sprachlehrforschung seit ihren Anfängen in den 1970er-Jahren maßgeblich geprägt hat. Der Sammelband orientiert sich an den Forschungsschwerpunkten von Karin Kleppin und ist unterteilt in die Themenbereiche «Individuelles und individualisiertes Fremdsprachenlernen», «Aus-, Fort- und Weiterbildung von bzw. zu Experten für Fremdsprachenlehren und -lernen», «Testen, Prüfen, Evaluieren fremdsprachlicher Kompetenzen» sowie «Fremdsprachenlernen im Hochschulkontext». Die Beiträge spiegeln aktuelle Entwicklungen in der Sprachlehrforschung und benachbarten Disziplinen wider. Rückblicke in ihre Biografie zeichnen die Forscherpersönlichkeit von Karin Kleppin nach.

Dieser Band schließt die Reihe ab.

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Vorwort

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Auf die Frage „Was wolltest du eigentlich mal werden, als du klein warst?“ antwortete Karin Kleppin: „Naturforscher oder Kapitän.“ Daraus ist nichts geworden, stattdessen wurde sie Professorin. Anlässlich ihrer Pensionierung gratulieren wir der Sprachlehrforscherin und würdigen ihr Werk und Wirken – nicht ohne einen Blick darauf zu werfen, wie sie ihre beruflichen Vorstellungen von einst vielleicht doch verwirklicht hat.

Die Karriere von Karin Kleppin beginnt 1968 an der noch jungen Ruhr-Universität Bochum (RUB) mit einem Studium der Romanistik, Sozialwissenschaften, Germanistik und Leibesübungen. Als studentische Hilfskraft ist sie am Zentralen Fremdspracheninstitut (ZFI) tätig – einem Vorläufer des heutigen Seminars für Sprachlehrforschung. Sie unterrichtet Deutsch als Zweitsprache und Französisch, und aus der eigenen Unterrichtspraxis erwächst das Interesse, das Lehren und Lernen von Fremdsprachen zu erforschen. Sie will sich – anders als in den Fremdsprachenphilologien damals üblich – sowohl praxisbezogen als auch wissenschaftlich mit dem Fremdsprachenlernen beschäftigen. Ihr Dissertationsthema „Das Sprachlernspiel im Fremdsprachenunterricht“ ergibt sich ebenfalls aus ihrer Unterrichtstätigkeit. In der empirischen Aufarbeitung von Interaktionen in Sprachlernspielen an der Hochschule zeigt sie auch, dass für sie Fremdsprachenlehre und -forschung untrennbar miteinander verbunden sind.

Kennzeichnend für die Folgejahre ist der Wechsel zwischen theoretisch-konzeptioneller Arbeit und praktischer Tätigkeit in der Fremdsprachenlehre: Sie verlässt ihren „Heimathafen RUB“1 für Kurzzeitdozenturen in Liepāja, Jakarta, Bandung, Guadalajara/Monterrey und Havanna sowie für DAAD-Lektorate in Paris und Rabat. Als eine der ersten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neu gegr...

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