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Wem gehört das «Heilige Land»?

Christlich-theologische Überlegungen zur biblischen Landverheißung an Israel

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Berthold Schwarz

Die Beiträge in diesem Sammelband wollen dazu beitragen, aus christlich-theologischer Perspektive die Antwort auf die Frage zu präzisieren, wem das in den biblischen Überlieferungen dem Bundesvolk Israel verheißene Land gehört. Aus verschiedenen Blickwinkeln laden die Beiträge dazu ein, den theologischen Austausch hinsichtlich der «Landbesitzfrage» anzuregen und die Sinne für die theologische Urteilsbildung zu schärfen. Die vierzehn verschiedenen Autoren stimmen konfessionell und theologisch nicht in allem miteinander überein. Trotzdem liegt allen Beiträgen die Absicht zugrunde, fachrelevante Untersuchungsergebnisse vorzulegen, die eine ausgewogene und begründete Israellehre fördern und die einen «theologischen Astigmatismus» in der «Landbesitzfrage» vermeiden wollen.
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Der Konflikt um den Staat Israel in der protestantischen Wahrnehmung Westdeutschlands zwischen 1948 und 1967

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GERHARD GRONAUER

1. Einleitung1

„Krieg ohne Ende?“2 – so lautet der Titel eines Buches über den Nahostkonflikt. Der Titel schließt bewusst mit einem Fragezeichen, um der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass es zwischen den Israelis auf der einen sowie den Palästinensern und den islamischen Nachbarstaaten auf der anderen Seite endlich zu einem dauerhaften Frieden kommen möge. Wenn man allerdings auf die letzten 60-70 Jahre zurückblickt, könnte die Aussage „Krieg ohne Ende“ auch mit einem Ausrufezeichen enden. Denn seit der massiven Einwanderung von Juden ins Heilige Land und erst recht nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 ist dieses jüdische Gemeinwesen Gegenstand eines andauernden Konflikts gewesen – bis heute.

Und dieser Konflikt hat seinen Schauplatz nicht nur im Nahen Osten selbst, sondern findet auch hierzulande in Zeitungen und Fernsehreportagen sowie „in deutschen Wohnzimmern“3 statt. Der „Krieg ohne Ende“ setzt sich in unseren Köpfen fort. Selbstverständlich haben auch christliche Einzelpersonen, christliche Kreise und institutionelle Kirchen darauf reagiert, dass mehr als 1800 Jahre nach der Vertreibung der Juden aus Jerusalem 135 n.Chr. wieder ein jüdisches Gemeinwesen in der Levante existiert.

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