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Polnisch-deutsche Unternehmenskommunikation

Ansätze zu ihrer linguistischen Erforschung

Series:

Edited By Sambor Grucza, Mariola Wierzbicka, Justyna Alnajjar and Pawel Bak

Der Band enthält Beiträge, die einem breiten Spektrum an Problemen aus dem Bereich der Unternehmenskommunikationsforschung gewidmet sind. Es offenbaren sich dabei viele Standpunkte, die allesamt zur Erweiterung des Wissenshorizonts beitragen und dazu verhelfen können, unterschiedliche Herangehensweisen kennenzulernen. Die meisten der präsentierten Beiträge stellen Forschungsergebnisse von Mitarbeitern der Universität Warschau und der Universität Rzeszów dar. Beide Orte nehmen bei der Erforschung der polnisch-deutschen Unternehmenskommunikation und des Wirtschaftsdeutschen in der germanistischen Landschaft Polens eine besondere Stellung ein.
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Zur Erforschung von Wirtschaftssprachen in Polen: Paweł Bąk

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Im Folgenden wird versucht, die wichtigsten Schwerpunkte der in Polen im Bereich der Wirtschaftssprachen geführten Forschung zu präsentieren. Ziel des Beitrags ist es dabei, anhand von ausgewählten, m.E. wesentlichen Arbeiten auf diesem Gebiet gewisse Tendenzen und Perspektiven für die Entwicklung der einschlägigen Reflexion aufzuzeigen.

Seit Jahrzehnten, zumindest seit der sogenannten „pragmatischen Wende“ wird ein immer größeres Interesse der Sprache im gesellschaftlichen Kontext, d.h. nicht nur in sprachsystematischen Darlegungen gewidmet. Außer grammatischen Kategorien und Fragen des „sprachlichen Handelns“ werden immer öfter außersprachliche Aspekte des sozialen Lebens zur Debatte gestellt (s. in A. Duszak/ N. Fairclough 2008: 9-12). Mit der zunehmenden Bedeutung der Wirtschaft im Leben der Bürger befasst sich die moderne Linguistik immer häufiger und intensiver mit der Wirtschaftssprache und -kommunikation. Zum Gegenstand diverser Analysen werden von Geschäftsleuten, Unternehmern, Experten und anderen Akteuren des Wirtschaftsgeschehens1 geführte Diskurse, Stellungnahmen von Kommentatoren zur Wirtschaftsproblematik im massenmedialen Bereich, wie beispielsweise im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise. Dazu gehören auch vielerlei Erscheinungsformen der Sprache in den Fachbereichen der Finanzen, der Wirtschaftspolitik bzw. -wissenschaft sowie in der unternehmensexternen und -internen Kommunikation mit unterschiedlichen Graden an Fachlichkeit. Dieses Phänomen stellt zugleich – um bereits vorzugreifen – den Anlass zu einer theoretischen Reflexion über das Wesen von Sprache dar (s. S. Grucza 2007, 2008a, 2012).

Im Mittelpunkt der in Europa bisher veröffentlichten Arbeiten über das Wirtschaftsdeutsche stehen u.a. semantische, morphosyntaktische, lexikalische oder pragmatische Aspekte.2 In den Fokus der einschlägigen...

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