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Ungeduld der Erkenntnis

Eine klischeewidrige Festschrift für Hubert Orłowski

Edited By Wlodzimierz Bialik, Czeslaw Karolak and Maria Wojtczak

Der Sammelband stellt eine Festschrift zum 77. Geburtstag von Professor Hubert Orłowski, dem namhaften polnischen Germanisten dar und setzt sich aus Beiträgen seiner Freunde und Schüler zusammen. Die Festschrift präsentiert ein breites, mit den Forschungsschwerpunkten des Jubilars korrespondierendes Spektrum der Themenschwerpunkte. Sie beziehen sich – unter anderem – auf historische Fremdbild- und Stereotypenforschung, auf exemplarische Fragen und implizit vergleichende Analysen zur deutschen und polnischen Exilliteratur und Kultur im Schatten der NS-Ideologie sowie zu topographisch akzentuierter Erinnerungskultur in vergleichender deutsch-polnischer Perspektive.
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Anstelle einer Einleitung

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Meiner Bitte an mich selbst folgend (siehe unser, d.h. der Herausgeber, Schreiben an die „Beiträger“, wo es unter anderem heißt: es soll ein klischeewidriger, sich allen Schemata widersetzender Band sein), muss und will ich diese einleitenden Worte so gestalten, dass sie dieser Aufforderung gerecht werden. Mit allem gebührenden Respekt für die Autoren der ganz seriösen Beiträge natürlich, die sich nicht zu unkonventionellen Texten haben verführen lassen.

Ich will keinen Hehl daraus machen, dass ich ein Problem damit habe. Auf der einen Seite soll es auf keinen Fall ein Lobgesang auf Hubert Orłowski sein, doch on the other hand1 weiß jeder von uns, dass er einer der bedeutendsten Germanisten Europas ist, dass er es nicht lassen kann, zu unterrichten, und dass er ein Mensch aus „Fleisch und Blut“ ist mit seinen vielen Vor-, aber auch mit Nachteilen (z.B. der ärgerlichen Tatsache, dass er meist mehr gelesen hat und mehr weiß als wir2), dass er immer eine Balance zwischen freundlicher Doch-Kontrolle und behaglicher Distanz halten konnte, schließlich dass er wie ein Mittsechziger aussieht und es immer so bleiben wird.

Das einzige Schlupfloch, das ich aus dieser ausweglosen Lage gefunden habe, ist, über mich selbst zu schreiben, obwohl dies leider gerade keine unorthodoxe Lösung ist – weil ja die meisten „Hagiographen“ nicht die zu Verehrenden, sondern, dem „Brauch“ folgend, die Hauptrolle mit sich selbst besetzen. Es gibt übrigens auch Weltmeister dieses Genres unter uns Germanisten, deren Namen ich in...

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