Show Less
Restricted access

Raum und Zeit im Kontext der Metapher

Korpuslinguistische Studien zu französischen und spanischen Raum-Zeit-Lexemen und Raum-Zeit-Lokutionen

Series:

Kathleen Plötner

Die Studie setzt sich mit der oftmals als metaphorisch bezeichneten Verbindung zwischen Raum und Zeit auseinander. Nach der Klassifizierung unterschiedlicher Metapherarten rückt die Autorin die Frage nach der Existenz von Raum-Zeit-Metaphern in den Fokus der Untersuchung. Die Arbeit beinhaltet eine Darstellung von sprachlichen Elementen des Raumes und von Mitteln zum Ausdruck der Temporalität. Es wird ein Überblick über den aktuellen Gebrauch ausgewählter raumzeitlicher Präpositionen und Adjektive im Französischen und Spanischen und ein Einblick in deren diachrone Entwicklung gegeben. Die Autorin verknüpft korpusbasierte, linguistische Analysen mit kognitionslinguistischen und philosophischen Erkenntnissen über das Raum- und Zeitkonzept.
Show Summary Details
Restricted access

1 Einleitung

Extract



1.1 Zwischen Sprache und Denken: Die Metapher als Untersuchungsgegenstand in verschiedenen Wissenschaftsgebieten

Publikationen zur und über die Metapher sind insbesondere im 20. Jahrhundert in großer Anzahl erschienen und eine Frage, die sich unweigerlich jedem Rezipienten von Metaphertheorien und Metapheranalysen aufdrängt, ist, warum fortwährend neue Dissertationen, Abhandlungen, Vorträge etc. über die Metapher verfasst bzw. gehalten werden. Die Frage ist dennoch problemlos zu beantworten: Die Metapher ist ein Bereich der Sprache, in dem sich die Komplexität und Kreativität des menschlichen Denkens widerspiegelt und der nicht nur Aristoteles vor über 2000 Jahren beschäftigt hat, sondern bis dato Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zu Forschungen anregt. Die Metapher wird in der Linguistik als lexikalisches, semantisches, grammatisches, kognitives und / oder pragmatisches Phänomen beschrieben und analysiert. Kohl sagt hierzu:

Die Vielfalt der Metaphertheorien gründet darin, dass die Metapher ein Phänomen ist, das sich zwischen Kognition und artikulierter Sprache bewegt und kontinuierlich Denken in Sprache, Sprache in Denken umsetzt. (Kohl 2007: 22)

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.