Show Less
Restricted access

Der Entrepreneur und die unternehmerischen Handlungsfelder

Opportunities, Märkte und Institutionen im Fokus des dynamischen Wandels

Series:

Detlef Wehling

Die wissenschaftliche Reihe mit ihrem Herausgeber Detlef Wehling veröffentlicht grundlegende, praxisorientierte Schriften zur Unternehmensgründung und Unternehmerkompetenz. Sie beleuchtet die interaktiven Beziehungen von Persönlichkeit, Gründungsprozessen und institutionellem Umfeld sowie die Führungs- und Handlungskompetenz des Gründers. Opportunities, Märkte und Institutionen bestimmen die unternehmerischen Handlungsfelder. Der erste Band ist ein Übersichtsband zu diesem wissenschaftlichen Ansatz; in den Folgebänden werden die einzelnen Themenkomplexe vertieft.
Show Summary Details
Restricted access

4. Individuum

Extract

4.Individuum

Die eingeschränkte Rationalität des Individuums spielt in der Theorie eine bedeutende Rolle (Simon 1957: 196f., Williamson 1990: 521f.). Der Mensch ist begrenzt rational und kann seine Umwelt nur in eingeschränktem Umfang erfassen. Sein Handeln ist daher von Unsicherheit geprägt, die nicht vollständig ausgeschaltet werden kann. Der Mensch versucht aber, die Unsicherheit in den Transaktionskosten zu vermindern. Er muss drei Komponenten verbinden, die Stützpfeiler für die Verminderung der Unsicherheit und maßgebend für seine Entscheidungsfindung sind: Ideologien auf Mikro- und Makroebene und Institutionen (Richter/Furubotn 2010: 192f.). Die Ideologie auf Mikroebene ist das Ordnungssystem, das das Individuum aus seinem persönlichen Umfeld schafft. So wie der Einzelne die Umwelt erlebt, begreift und interpretiert, entsteht ein Unikat (North 1992: 24). Das Modell des Menschen, wie er sich die Welt erklärt, ist die Grundlage für individuelle Beziehungen. Sie treffen auf Makroebene auf das System organisierter Ideologien und auf das Institutionengefüge. Ideologien auf Makroebene sind Weltanschauungen für viele Menschen, die „integrierte Erklärungen von Vergangenheit und Gegenwart bieten“ (North 1992: 28)44. Das Individuum trifft auch in der persönlichen Welt mit den Entscheidungsprozessen auf die Regeln der Gesellschaft, die Institutionen und Normen bestimmter Weltanschauungen. Entscheidungen werden gefällt unter den Bedingungen der Unsicherheit und der unvollständigen Information. Die Entscheidung zwischen Ablehnung oder Akzeptanz der gesellschaftlichen Regeln sowie die Sympathie oder Identifizierung mit anderen Ideologien, hängt vom Preis ab, den der Einzelne zahlen muss und bereit ist zu...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.