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Tourismuskommunikation

Im Spannungsfeld von Sprach- und Kulturkontakt- Mit Beiträgen aus der Germanistik, Romanistik und Anglistik- Unter Mitarbeit von Maria Vittoria Spissu

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Edited By Doris Höhmann

Die Kommunikation in der Touristik hat in der germanistischen Forschungslandschaft bislang vergleichsweise wenig Beachtung gefunden. Mit seinen insgesamt 18 oftmals kontrastiv ausgerichteten Beiträgen aus der Germanistik, Anglistik und Romanistik möchte der mehrsprachig angelegte Band dazu beitragen, die hier entstandene Lücke zu schließen. Mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen werden in den Beiträgen sprachliche Darstellungswelten und -weisen in der Tourismuskommunikation, Sprach- und Kulturtransfer sowie sprachdidaktische Herausforderungen behandelt. Der Band setzt es sich insbesondere zum Ziel, einen einführenden Überblick über Themenschwerpunkte und aktuelle Forschungstendenzen zu vermitteln.
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Authentische und zitierende Erfahrung – Dimensionen touristischer Sprachlichkeit

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Winfried Thielmann*

Abstract

In this paper I attempt to demonstrate that what people know about places other than the one(s) they live in appears to be both stable and, quite frequently, not in accordance with what people know who live in these other places. Drawing on Ehlich and Rehbein’s typology of knowledge structures (1977), I attempt to show that knowledge about places is of a complex, self-sustaining structural type that immunizes against authentic experience. This is why texts about tourist destinations may be dysfunctional, if they are original. Surprisingly, this may especially apply to the demanding group of tourists who are after the authentic experience.

1. Vorbemerkungen

Gegenstand der folgenden Überlegungen ist das Verhältnis zwischen Sprache, Wissen und Erfahrung im Zusammenhang mit touristischen Formen des Erlebens.

2. Touristische Motivationen

In der einschlägigen Literatur – für einen Überblick siehe Weidemann (2007) – herrscht Konsens, dass sich Touristen nach ihren spezifischen Motivationen typisieren lassen. Diese Typisierungen, auf die ich hier nicht näher eingehen werde (etwa mass tourist versus drifter), erfolgen auf Basis zweier Grundmotivationen:

„Sehnsucht und Imagination sind als zugrunde liegende und begleitende psychologische Aspekte eng mit (touristischem) Reisen verwoben. (…) Im Zusammenhang mit Tourismus sind es vor allem positive individuelle wie kollektive Fantasien und Wunschvorstellungen, in denen Sehnsüchte zum Ausdruck kommen und die […] touristisches Reisen schon immer stärker geprägt haben als der Wunsch, Fremdes tatsächlich zu erkennen.“ (Weidemann 2007,...

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