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Tourismuskommunikation

Im Spannungsfeld von Sprach- und Kulturkontakt- Mit Beiträgen aus der Germanistik, Romanistik und Anglistik- Unter Mitarbeit von Maria Vittoria Spissu

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Edited By Doris Höhmann

Die Kommunikation in der Touristik hat in der germanistischen Forschungslandschaft bislang vergleichsweise wenig Beachtung gefunden. Mit seinen insgesamt 18 oftmals kontrastiv ausgerichteten Beiträgen aus der Germanistik, Anglistik und Romanistik möchte der mehrsprachig angelegte Band dazu beitragen, die hier entstandene Lücke zu schließen. Mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen werden in den Beiträgen sprachliche Darstellungswelten und -weisen in der Tourismuskommunikation, Sprach- und Kulturtransfer sowie sprachdidaktische Herausforderungen behandelt. Der Band setzt es sich insbesondere zum Ziel, einen einführenden Überblick über Themenschwerpunkte und aktuelle Forschungstendenzen zu vermitteln.
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The quest for the ‘local’ and ‘authentic’: Corpus-based explorations into the discursive constructions of tourist destinations in British and German commercial travel advertising

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Sylvia Jaworska*

Abstract

Seit der linguistischen Wende in den Sozialwissenschaften wird der Tourismus verstärkt als semiotische und diskursive Praxis konzipiert. Trotz dieser Tatsache fristet die Sprache des Tourismus nur ein Schattendasein in der linguistischen Forschung. Die wenigen Arbeiten, die sich dem Gegenstand zugewandt haben, basieren auf einer relativ kleinen empirischen Datenbasis und untersuchen überwiegend Texte, die im englischsprachigen Raum produziert wurden. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, mit Hilfe von korpusbasierten Methoden die diskursiven Konstruktionen von Reiseorten in zwei unterschiedlichen kulturellen Kontexten zu erforschen. Drei Parameter werden bei der Analyse berücksichtigt: der kulturelle Kontext der Textproduktion, das Objekt der Beschreibung (Reiseziel) und seine geographische Lage. Zu diesem Zweck wurde ein Korpus zusammengestellt, das aus deutschen und englischen Werbetexten der Tourismusbranche besteht. Die Texte beschreiben Reiseziele in Europa und in fernen Ländern in Asien, Afrika und in der Südpazifikregion. Die Studie basiert auf einer quantitativen und qualitativen Analyse der häufigsten Adjektive und Nomen. Die Resultate zeigen, dass die Distanz von dem Kontext der Textproduktion den touristischen Werbediskurs sprachlich mitbestimmt. Während die Beschreibungen von Reisezielen im eigenen Land viele faktische Informationen und Hinweise auf historische Gegenstände enthalten, findet man in den Schilderungen von Reiseorten in den fernen Ländern viele Lexeme, die ,alle Sinne‘ ansprechen sollen und diese Orte damit zu magischen Oasen mit märchenhaften Zügen werden lassen. Unterschiede konnten auch zwischen den deutschen und englischen Texten festgestellt werden. Insgesamt tauchen historische Fakten häufiger in den...

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