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Religion und Sprache- Religion and Language

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Edited By Marietta Calderón Tichy and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen verschiedene Fragestellungen zu religiösen Bezügen in nicht-religiöser Sprache, etwa in Redewendungen, Ortsnamen, Ökonomie-Diskursen oder politischer Rhetorik, und zu nicht-(nur-)religiösen Konstruktionen in religiöser Sprache, etwa in Gebeten und anderen sakralen Texten, Ritualen oder religiösen Traktaten. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden angewandt, von der Diskursanalyse bis zur Onomastik, von der Soziolinguistik bis zur Metaphernanalyse. In vielen Aufsätzen wird interdisziplinär gearbeitet, etwa mit Input aus Bereichen wie der Literaturwissenschaft oder der Geschichtsforschung. Die untersuchten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Aramäisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Katalanisch, Kroatisch, Latein, Portugiesisch, Sefardisch und Spanisch.

The contributions to this book explore various questions concerning religious aspects and references in non-religious language, whether in idioms, place names, economic discourses or political rhetoric, and non-religious (among other) aspects and references in religious language, whether in prayers, sacred texts, rituals and religious treatises. The research presented applies a variety of methods, ranging from discourse analysis to onomastics, from sociolinguistics to metaphor analysis. The data come from languages such as Aramaic, Bosnian, German, English, French, Hebrew, Italian, Catalan, Croatian, Latin, Portuguese, Ladino and Spanish.
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Religiöse Elemente in der französischen Jugendsprache und ihre Wahrnehmung in der Gesellschaft

← 50 | 51 → Johanna Warm

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Ziel dieses Beitrags ist es, religiöse Elemente in der französischen Filmjugendsprache sowie deren Funktion und Verwendung aufzuzeigen. Untersucht werden diese anhand von Beispielen aus dem Spielfilm L’Esquive (cf. dazu Humenberger 2012) und Einträgen aus deutschen und französischen Internetforen, die Hinweise über die tatsächliche Sprachverwendung geben. Einzelne Beispiele kommen auch in der deutschen Jugendsprache vor, weshalb ich einen vergleichenden Blick auf das Deutsche werfe, wo sich Anknüpfungspunkte bieten. Zunächst gilt es zu klären, aus welchen Gründen religiöse Elemente in die Jugendsprache einfließen und welche Funktionen sie erfüllen.

Die wichtigsten Funktionen von Jugendsprache bestehen darin, sich einerseits von anderen abzugrenzen, aber andererseits die Gemeinsamkeiten innerhalb der peer group zu betonen und somit den Gruppenzusammenhalt zu stärken. Ihre Sprache ist für Jugendliche also eine Möglichkeit, sich von “den anderen” abzuheben und damit die eigene Identität zu formen. Hier kommt das Konzept der Alterität ins Spiel, das eng mit dem Konzept der Identität verknüpft ist: We are what we are because they are not what we are (Tajfel/Forgas 1981: 124). Die Sprache trägt sowohl durch emblematische Elemente, welche die Zugehörigkeit zu einer peer group oder subkulturellen Gruppe zeigen, als auch durch kryptologische Elemente, die Distanz gegenüber anderen schaffen, zur Identitätskonstruktion Jugendlicher bei (cf. Bernhard/Schafroth 2009: 2392). Aus der Vielzahl der in der peer group verwendeten Varietäten kann ein/e Jugendliche/r einzelne Elemente aufgreifen, aber auch eigene kreative Elemente, W...

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