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Formen des Nicht-Verstehens

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Oliver Niebuhr

Für viele Sprachwissenschaftler ebenso wie für Sprachbenutzer ist Nicht-Verstehen eine unabsichtlich entstehende Randerscheinung in der Kommunikation, die es zu vermeiden gilt. Die Beiträge in diesem Band rücken das negative Image des Nicht-Verstehens ein wenig zurecht. Sie analysieren und kategorisieren die Formen des Nicht-Verstehens aus unterschiedlichen ingenieurs- wie geisteswissenschaftlichen Blickwinkeln heraus für verschiedene Sprachen und Medien. Nicht-Verstehen ist – mal mehr, mal weniger ausgeprägt – in geschriebener wie gesprochener Sprache allgegenwärtig und wird von Sprachbenutzern auch gezielt instrumentalisiert. Zudem werden einige Formen des Nicht-Verstehens überschätzt – oder durch die Forschung selbst erst geschaffen, die das (Nicht-)Verstehen noch nicht verstanden hat.
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Tina John / Rabea Landgraf / Christian Lüke / Sebastian Rohde / Gerhard Schmidt / Anne Theiß / Jochen Withopf: Über die Verbesserung der Sprachkommunikation in geräuschbehafteten Umgebungen

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Über die Verbesserung der Sprachkommunikationin geräuschbehafteten Umgebungen

Tina John / Rabea Landgraf / Christian Lüke / Sebastian Rohde / Gerhard Schmidt / Anne Theiß / Jochen Withopf 1 (Kiel)

1. Einleitung

Die lautsprachliche Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Gesprächspartnern findet nicht immer in ruhigen Situationen statt, sondern auch in geräuschbehafteten Umgebungen wie beispielsweise in Fahrzeugen. Aufgrund des hohen Hintergrundgeräuschpegels dieser Umgebungen verändert sich die Sprache, und die Kommunikation wird erschwert. Das heißt, es kann zu unterschiedlichen Formen des Nichtverstehens kommen. Um hier Abhilfe zu schaffen, etablieren sich seit Kurzem technische Systeme, die auf Basis von neuartigen Mikrofonen und Lautsprechern sowie dazugehöriger Signalverarbeitung versuchen, die Sprach- bzw. Kommunikationsqualität wieder zu verbessern und so Formen des Nichtverstehens zu reduzieren.

Beim Aufbau solcher Systeme, ihrer Erforsuchung und ihrer Evaluierung in qualitativer Hinsicht stellte sich heraus, dass hier ein sehr spannendes und interdisziplinäres Forschungsfeld vorliegt. Aus diesem Grund hat sich ein Team aus Sprachwissenschaftlern, Ingenieuren und Physikern, darunter auch die Autoren dieses Kapitels, zusammengetan und einige der vielen offenen Fragen dieser Thematik untersucht (vgl. http://www.isfas.uni-kiel.de/de/linguistik/forschung/projekte/in-car-communication). Dabei wurden Fahrzeuge mit sprachverbessernden Systemen ausgestattet, neue Systeme zur Geräuschsimulation aufgebaut, große Datenbanken aufgenommen und auch objektive und subjektive Tests durchgeführt, über die im Folgenden berichtet wird.

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