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Krieg – eine unendliche Geschichte

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Dieter Geiß

Krieg ist eine der Universalien der Weltgeschichte. Das Buch skizziert allgemeine historische Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und verschiedene Arten von Kriegen sowie die Ambivalenz von Kriegen zwischen Zerstörung, Kriegsverbrechen und «Fortschritten» im Gefolge der Ereignisse. Anhand der Kriege im Verlaufe der europäischen Revolutionen des 17.–19. Jahrhunderts, des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie Kriegen mit religiösen Hintergründen gibt die Arbeit einen knappen Überblick über Kriege in der Weltgeschichte.
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Vorwort

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Als Imanuel Geiss jenen Wiener Vortrag 2008 hielt, aus dem dieses Buch hervorging, lag unser beider gemeinsamer Münchner Studentensommer schon mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Geiss hatte in Bremen nur noch vier Jahre zu leben, ich war aus mehreren ostsibirischen Johann-Gottfried-Herder-Professuren nach Berlin zurückgekehrt. Mit dem fünf Jahre Älteren, 1955 schon untypisch provokant bei aller Gründlichkeit, hatte mich damals ein gemeinsames Studieninteresse in langen Gesprächen zusammengeführt. Globaler Spracherwerb, Kulturwissenschaften: sein Übersetzer- und Dolmetscherstudium am Auslandsinstitut der Universität Mainz in Germersheim war bereits beendet, als ich es dort (nach einem Sommersemester am Sprachen- und Dolmetscher-Institut Dr. Paul Schmidt in München) fortsetzte. Aber vor allem: wir belegten beide Kurse und Vorlesungen an der Münchner Hochschule für politische Wissenschaften e.V. Ungeachtet der späteren getrennten Wege und unserer beider mit oft abenteuerlichen Fallstricken und Kontroversen gespickten universitären Lebenswege verband uns ein lebenspraktisches und -theoretisches Engagement: die Vermittlung von „Aufklärung“ als politischer Bildung. Man stelle sich vor: In einem damals noch völlig restaurativ-apolitischen, historisch „braun“ konnotierten München, von dessen „republikanischer“ Vergangenheit nach dem Ersten Weltkrieg niemand mehr sprach, wo der Chefdolmetscher des „Dritten Reichs“ – Dr. Paul Schmidt – nach 1945 besagtes Institut gegründet hatte, hielt im großen, überfüllten Auditorium der Universität Romano Guardini seine Vorlesung „Die Lebensalter“, ohne bei „der Erfahrungskrise der Zwanzigjährigen“ einen gerade zehn Jahre zurückliegenden Vernichtungskrieg als solchen auch nur zu erwähnen. In den Biergärten war...

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