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Wirtschaftsmacht Afrika

Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven

Salua Nour and Ekkehard Münzing

Mit diesem Sammelband wird ein Beitrag zur aktuell kontrovers geführten Debatte über die Potenziale und Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung Subsahara-Afrikas geleistet. Anders als die vom pessimistischen Diskurs oder von Schönfärberei geprägten Untersuchungen der Probleme und Chancen dieser Region basieren die Analysen von 20 renommierten Afrika-Experten in diesem Sammelband auf der Absicht, die Ursachen für den chronischen Widerspruch zwischen dem Reichtum dieser Region an Produktionsfaktoren und der Perpetuierung ihrer Lage als Hauptkrisenregion im weltweiten Vergleich aufzudecken. Ausgehend von der Bestimmung ihrer Potenziale werden zwei Fragen erörtert: a) nach den vielfältigen Faktoren, die deren Nutzung behindern, und b) nach der Möglichkeit der Überwindung dieser Faktoren.
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Landwirtschaft als Motor des Wachstums in Subsahara-Afrika

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Michael Brüntrup / Christoph Kessler

Einführende Bemerkung

Die Potenziale, deren Nutzung Wachstum für Subsahara-Afrika bringen könnte, liegen auch im Landwirtschaftssektor. Wenn aber von diesem Sektor in der Forschung und in den Medien die Rede ist, dann geht es manchmal um die Benennung seiner Potenziale, meistens aber um die Beschreibung der dort zu beobachtenden Herausforderungen und negativen Entwicklungstrends, insbesondere um Ressourcendegradation sowie Armut und Hunger der den Sektor bestimmenden Kleinbauernfamilien. Es werden periodisch Strategien auf nationaler und internationaler Ebene zur Förderung der Entwicklung des Landwirtschaftssektors konzipiert, die jedoch in der Praxis wenig umgesetzt werden und, selbst wenn, bislang kaum durchschlagende Erfolge gezeitigt haben. Die mangelnde Effektivität dieser Strategien wird, je nach Blickwinkel, auf sozio-ökonomische und politische Bedingungen zurückgeführt, die es mit Hilfe immer neuer Strategien zu überwinden gilt, aber auch mit mangelndem politischem Willen zur massiveren Umsetzung.

Der ausbleibende Erfolg dieser Abfolge von Strategien kann zum einen dadurch erklärt werden, dass es bislang nicht gelungen ist, jene zentrale UrsacheWirkungskette aufzudecken, welche die Perpetuierung der auf dem Landwirtschaftssektor lastenden Probleme bedingt. Fehlt aber eine genaue/korrekte Bestimmung der Faktoren, die sich im Sinne der Förderung oder Behinderung der Entwicklung dieses Sektors auswirken, dann können die im Hinblick auf die Förderung dieser Entwicklung konzipierten Strategien offensichtlich nicht greifen, weil sich die verkannten Determinanten der Entwicklung ihrer Wirkung entziehen.

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