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Wirtschaftsmacht Afrika

Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven

Edited By Salua Nour and Ekkehard Münzing

Mit diesem Sammelband wird ein Beitrag zur aktuell kontrovers geführten Debatte über die Potenziale und Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung Subsahara-Afrikas geleistet. Anders als die vom pessimistischen Diskurs oder von Schönfärberei geprägten Untersuchungen der Probleme und Chancen dieser Region basieren die Analysen von 20 renommierten Afrika-Experten in diesem Sammelband auf der Absicht, die Ursachen für den chronischen Widerspruch zwischen dem Reichtum dieser Region an Produktionsfaktoren und der Perpetuierung ihrer Lage als Hauptkrisenregion im weltweiten Vergleich aufzudecken. Ausgehend von der Bestimmung ihrer Potenziale werden zwei Fragen erörtert: a) nach den vielfältigen Faktoren, die deren Nutzung behindern, und b) nach der Möglichkeit der Überwindung dieser Faktoren.
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Der Bergbausektor als Motor des Wachstums in Afrika

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Peter Buchholz

Vorbemerkung

In den meisten Ländern Subsahara-Afrikas enthält der Bergbausektor das größte, für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Länder unmittelbar nutzbare Ressourcenpotenzial. Die Auseinandersetzung mit dem Bergbausektor aus politikwissenschaftlicher Perspektive erschöpft sich daher nicht in der Bestimmung dieses Potenzials in technisch-quantitativer Hinsicht, sondern schließt notwendigerweise die Frage nach jenen politischen endogenen sowie exogenen Faktoren ein, welche die Aktualisierung und Nutzung dieses Potenzials in dieser Region im Zeitalter der Globalisierung fördern oder behindern.

Mit der konventionellen Afrika-Forschung wird der interessierte Beobachter jedoch immer wieder an die Probleme herangeführt, welche die zweckmäßige Nutzung vorhandener Wirtschaftspotenziale im Hinblick auf den Aufbau wirtschaftlicher Reproduktionsmechanismen in den Ländern Subsahara-Afrikas behindern. Diese Probleme werden beschrieben, gemessen, auf ihre Ursachen hin analysiert und meistens, in Anbetracht einschränkender struktureller Bedingungen auf nationaler und inter-nationaler Ebene, als unlösbar dargestellt. Gleichzeitig weist diese Region seit Ende der 2000er Jahre, trotz der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise, erstaunlich hohe Wachstumsraten auf, die sie nachweislich dem RohstoffExport verdankt und die zu Spekulationen bzw. zu Illusionen über die in Zukunft für die wirtschaftliche Entwicklung nutzbaren reichen Potenziale des Bergbausektors verleiten.

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