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Wirtschaftsmacht Afrika

Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven

Edited By Salua Nour and Ekkehard Münzing

Mit diesem Sammelband wird ein Beitrag zur aktuell kontrovers geführten Debatte über die Potenziale und Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung Subsahara-Afrikas geleistet. Anders als die vom pessimistischen Diskurs oder von Schönfärberei geprägten Untersuchungen der Probleme und Chancen dieser Region basieren die Analysen von 20 renommierten Afrika-Experten in diesem Sammelband auf der Absicht, die Ursachen für den chronischen Widerspruch zwischen dem Reichtum dieser Region an Produktionsfaktoren und der Perpetuierung ihrer Lage als Hauptkrisenregion im weltweiten Vergleich aufzudecken. Ausgehend von der Bestimmung ihrer Potenziale werden zwei Fragen erörtert: a) nach den vielfältigen Faktoren, die deren Nutzung behindern, und b) nach der Möglichkeit der Überwindung dieser Faktoren.
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Wachstumspol trotz Rohstoffarmut: die regionale Wirtschaftsmacht Ruanda

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Stephan Klingebiel

1. Zur Analyse der wirtschaftlichen Leistungen Ruandas

Ruanda zählt heute zu den wenigen Ländern in Subsahara-Afrika, in denen Reformbemühungen nachweisliche wirtschaftliche Erfolge gezeitigt haben und die daher oftmals als Vorzeigebeispiele für effektive Entwicklungsstrategien in Subsahara-Afrika betrachtet werden.

Gleichwohl bleibt das Land in den nächsten Jahren im afrikanischen Kontext ein armes Land, das mit erheblichen Herausforderungen in den Bereichen der Infrastruktur, des Bevölkerungswachstums, der guten Regierungsführung (good governance) sowie der konfliktreichen regionalen Beziehungen konfrontiert ist. Seine Entwicklung hat es von einem niedrigen Niveau aus starten müssen. Mehr als 90% der Bevölkerung haben beispielsweise noch keinen Stromanschluss. Das ist auch im afrikanischen Vergleich wenig und ist für die privaten Haushalte ebenso wichtig wie für die Produktions- und Dienstleistungssektoren. Die Erfolge in Ruanda sind daher, trotz insgesamt positiver Entwicklung von Wirtschaftsindikatoren, absolut gemessen noch nicht ausreichend.

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