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Wirtschaftsmacht Afrika

Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven

Edited By Salua Nour and Ekkehard Münzing

Mit diesem Sammelband wird ein Beitrag zur aktuell kontrovers geführten Debatte über die Potenziale und Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung Subsahara-Afrikas geleistet. Anders als die vom pessimistischen Diskurs oder von Schönfärberei geprägten Untersuchungen der Probleme und Chancen dieser Region basieren die Analysen von 20 renommierten Afrika-Experten in diesem Sammelband auf der Absicht, die Ursachen für den chronischen Widerspruch zwischen dem Reichtum dieser Region an Produktionsfaktoren und der Perpetuierung ihrer Lage als Hauptkrisenregion im weltweiten Vergleich aufzudecken. Ausgehend von der Bestimmung ihrer Potenziale werden zwei Fragen erörtert: a) nach den vielfältigen Faktoren, die deren Nutzung behindern, und b) nach der Möglichkeit der Überwindung dieser Faktoren.
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Sudan: Eine potenzielle Wirtschaftsmacht jenseits von Religions- und Ressourcenkonflikten

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Sudan83: Eine potenzielle Wirtschaftsmacht jenseits von Religions- und Ressourcenkonflikten

Eberhard Klitzsch/ Bernd Meissner

1. Eckdaten zur Geografie und Geschichte des Sudan84

Vom Sudan kann man als potenzielle Wirtschaftsmacht nicht jenseits von Religions- und Ressourcenkonflikten sprechen, da diese Konflikte die Nutzung der wohl vorhandenen Wirtschaftspotenziale dieses Landes gegenwärtig maßgeblich determinieren und in absehbarer Zukunft weiterhin beeinträchtigen werden. Diese Konflikte sind als strukturelle Faktoren zu betrachten, welche die Kapazität des Landes, seine Ressourcenreichtümer für sich im Hinblick auf den Aufbau einer wirtschaftlichen Machtposition zu verwenden, messbar reduzieren.

Sudan war mit über 2,5 Millionen km² das flächenmäßig größte Land Afrikas. Diese Fläche stellte 8,3 % des afrikanischen Kontinents dar. Die Einwohnerzahl betrug vor der Teilung des Landes in 2011 rund 39 Millionen, die 600 verschiedenen Stammesgruppen angehören und 115 verschiedene Sprachen sprechen. Im Norden dominiert Arabisch, im Osten Amharisch bzw. andere äthiopische Sprachen und im Süden nilotische, also schwarzafrikanische Sprachen. Im Norden leben überwiegend Moslems (70 % der Bevölkerung), im Süden überwiegen Naturreligionen (25 %), die aber stellenweise von christlicher Missionierung während der englischen Besatzungszeit beeinflusst worden sind. 5 % der Bevölkerung gelten als Christen und leben im Süden sowie in Khartum und den Großstädten.

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