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Das Quotenvorrecht

Eine Untersuchung zu § 86 Abs. 1 VVG und § 116 Abs. 1 – 5 SGB X

Olivia Sarholz

Sowohl auf privat- wie auch auf sozialversicherungsrechtlicher Ebene kann es in dem Dreiecksverhältnis zwischen Schädiger, Geschädigtem und Versicherer zu Regressstreitigkeiten kommen, wenn der Schadensersatzanspruch gegen den Schädiger und der Leistungsanspruch gegen den Versicherer divergieren. Zielsetzung dieser Arbeit war es, für die Problematik im Innenverhältnis zwischen Geschädigtem und Versicherer einen mit dem Gesetzeswortlaut im Einklang stehenden Lösungsweg aufzuzeigen. Für die denkbaren Fallkonstellationen hat der Gesetzgeber in § 116 Abs. 1 - 5 SGB X eine, von kleineren Ungenauigkeiten abgesehen, eindeutige Regelung ge­troffen. Gleiches kann nicht vom Wortlaut des § 86 Abs. 1 VVG behauptet werden. Hier wäre eine Neufassung der Norm erforderlich, um den gesetzgeberischen Willen überzeugend umzusetzen.
Inhalt: Das Quotenvorrecht in § 86 Abs. 1VVG – Absolute Theorie – Relative Theorie – Differenztheorie – Kritische Auseinandersetzung mit den Theorien – Vorschlag zur Neufassung des § 86 Abs. 1 S. 1 VVG – Das Quotenvorrecht in § 116 SGB X – Vergleich von § 86 Abs. 1VVG und § 116 SGB X.