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Additiver Umweltnutzen als individuelles Entscheidungskriterium für die Wahl von Ökostrom

Nadine Bethke

Die Arbeit bietet sowohl einen Überblick über den deutschen Energiemarkt und ökonomische Theoriefelder als auch die Auswertung eines ökonomischen Entscheidungsexperimentes. Dieses untersucht in erster Linie die Wirkung additiver Ökostromangebote auf die Zahlungsbereitschaft der Individuen. Dabei werden einzelne Variablen variiert, um ihren Einfluss auf das Entscheidungsverhalten zu testen. Es zeigen sich signifikante Einflussfaktoren auf die individuelle Zahlungsbereitschaft, wie beispielsweise die Qualität des Ökostroms, die Ausgestaltung des Bereitstellungsmechanismus, und auch Gendereffekte haben einen maßgeblichen Einfluss. Die Arbeit stellt die Analyse in den Kontext der aktuellen Ausgestaltung des deutschen Strommarktes und nimmt somit Bezug auf die derzeitige Bereitstellung von Ökostrom durch das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) in Verbindung mit einem wettbewerblich ausgerichteten Ökostrommarkt.
Inhalt: Stromversorgung in Deutschland – Private Bereitstellung öffentlicher Güter – Asymmetrische Informationen – Erhebung der Zahlungsbereitschaft – Experimentelle Ökonomie – Additivität von Ökostrom – Qualität von Ökostrom – Post-experimenteller Fragebogen – Design-übergreifende Ergebnisse.