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Die Transzendenz des Anderen

Mitsein als Kristallisationspunkt transzendentalphilosophischen Denkens in «Sein und Zeit»

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Patricia Daniela Kaul

Inwiefern kann Heidegger in Sein und Zeit seinem Anspruch gerecht werden, die Bewusstseinsphilosophie zu überwinden? ‘Dasein’ soll als Konzept den Begriff des Subjekts nicht ersetzen, sondern vielmehr die Subjekt-Objekt-Spaltung als solche unterlaufen. So bringt ‘In-der-Welt-sein’ paradigmatisch zum Ausdruck, dass ‘Dasein’ immer schon handelnd bei seiner Welt ist und alle epistemologische Reflexion demgegenüber sekundär. Trotzdem kann die Fundamentalontologie als eine Form von Transzendentalphilosophie gedeutet werden. Denn den Anderen als mir äußerlichen, nicht von mir konstituierten zu denken, ist von entscheidender Bedeutung für besagte Intention Heideggers. Dass es ihm nicht gelingt, diese Unabhängigkeit konzeptionell zu fassen, spiegelt sich in den immanenten Problemen der Mitseinsanalyse, die selbst als – explizit im Sinne Kants – transzendentalphilosophische deutbar sind.