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Vom Bleiben in Zeiten globaler Mobilität

Räume und Spielräume der Lebensgestaltung junger indigener Frauen im russischen Norden

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Katharina Gernet

Viele junge indigene Frauen aus dem Innern der Halbinsel Kamtschatka im russischen Norden entscheiden sich für ein Dasein auf dem Land, in dörflicher Sphäre. Ihre Entscheidung steht in Kontrast zum Phänomen globaler Mobilität. Es stellt sich die Frage, inwieweit Faktoren des Lebens im Dorf die Frauen zum Bleiben veranlassen und sie von einer Existenz abseits von Siedlungen, in Wald bzw. Tundra, oder auch in städtischen Zentren abhalten. Die Darstellung zielt auf das Moment der Ortsbindung hin, welche für die jungen indigenen Frauen wesentlich durch soziale, in erster Linie verwandtschaftliche Bindungen bedingt ist. Die Integration in verwandtschaftliche Beziehungen aber ist v. a. in den Dörfern wirksam, wo die Fäden verwandtschaftlicher Netze zusammenlaufen.
Inhalt: Sphären des Lebensalltags im russischen Norden – Physisch-räumliche Aspekte von Wald/Tundra, Dorf und Stadt – Räume und Spielräume des Wirtschaftens – Arbeit und Einkommen – Haushalten und Konsumieren – Rückhalt und Orientierung in sozialen Auffangnetzen – Staatliche Unterstützung – Bürgerschaftliche Solidarität – Rückhalt im privaten Kreis.