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Prolegomena zur Literaturontologie

Karl Vajda

Die Arbeit durchleuchtet die metaphysische Grundlegung der landläufigen Literaturwissenschaft hermeneutisch-ontologisch, um eine phänomenologisch schlüssige Neuorientierung der Literaturtheorie terminologisch und anhand konkreter Interpretationen eminenter Literatur (Kafka, Rilke, Musil) auch exegetisch zu ermöglichen. Dabei stellt sie neben der subtilen Kritik von Strukturalismus, Dekonstruktion und Rezeptionsästhetik Querverbindungen zwischen der Heideggerschen Fundamentalontologie und dem Bachtinschen Dialogizitätsprinzip her. Die kritische Analyse gewinnt erst durch eine subtile Auseinandersetzung mit Aristoteles und dem literaturtheoretischen Denken der vorklassischen Zeit ihre rechten Dimensionen und drängt auf eine begriffsgeschichtlich fundierte Rezeptionsontologie.
Inhalt: Ausdehnung der ontologischen Differenz auf die Literatur – Theoriegeschichtliche Analyse gängiger Literaturkonzepte, fundamentale Kritik poetologischen Denkens seit Aristoteles bis zur Literaturtheorie der Gegenwart – Phänomenologisch und ontologisch schlüssige Neuorientierung – Grundlegung einer Rezeptionsontologie.