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Informationelle Selbstbestimmung und DNA-Analysen

Zur Zulässigkeit der DNA-Analyse am Menschen angesichts des informationellen Selbstbestimmungsrechts aus Art. 2 I i.V.m. Art. 1 I GG

Kai Stumper

Die Arbeit analysiert die rechtliche Zulässigkeit von DNA-Anlagen am Menschen. Als Maßstab hierfür auf verfassungsrechtlicher Ebene dient das informationelle Selbstbestimmungsrecht aus Art. 2 I GG i.V. Art. 1 I GG. Die Arbeit ist in vier Teile gegliedert. Nach Darstellung der naturwissenschaftlichen Grundlagen folgt eine Einführung in die verschiedenen durch die DNA-Analyse tangierten Lebens- und Rechtsbereiche. Im darauf folgenden Hauptteil wird die Zulässigkeit von Individualisierungen im Strafprozeß- und Zivilprozeßrecht sowie von diagnostischen DNA-Analysen im Sozial- und Privatversicherungs-, Arbeits- und Medizinrecht untersucht. Dabei wird unterschieden zwischen Analysen durch Grundrechtsverpflichtete i.S.d. Art. 1 III GG und durch Private. In beiden Bereichen wird anhand des Menschenwürdeprinzips aus Art. 1 I GG ein totales Eingriffsverbot geprüft und teilweise bejaht. Darüber hinaus wird eingehend dargestellt, ob und unter welchen Voraussetzungen Einwilligungen und Offenbarungspflichten zulässig sind. Im letzten Abschnitt werden Regelungsbedarf und in entsprechenden Vorschlägen Regelungsmöglichkeiten dargestellt.
Aus dem Inhalt: Naturwissenschaftliche Grundlagen der DNA-Analyse - Methoden der Genomanalyse - Durch genomanalytische Verfahren tangierte Lebens- und Rechtsbereiche - Rechtliche Zulässigkeit der DNA-Analyse - Eingriffsverbot - Recht auf Nichtwissen - Einwilligungen und Offenbarungspflichten - Regelungsmöglichkeiten.