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Das Rechtsverhältnis zwischen dem Lizenzfußballspieler und seinem Verein

Frank Rybak

Mit dem Bosman-Urteil hat der Europäische Gerichtshof 1995 die Unvereinbarkeit der Transferentschädigungsregelungen und Ausländerklauseln der Fußballverbände mit der in Art. 48 EGV festgeschriebenen Freizügigkeit der Arbeitnehmer festgestellt und damit zwei Eckpfeiler des europäischen Profifußballs zu Fall gebracht. Rechtswidrige Beschränkungen ergeben sich für den Berufsfußballspieler aber nicht nur aus dem Verbandsrecht, sondern auch aus seinem Vertragsverhältnis mit dem Verein. Gegenstand der Untersuchung ist die Bewertung von Rechtsnatur und Inhalt des Rechtsverhältnisses zwischen dem Lizenzfußballspieler und seinem Verein, wie es sich aus dem von Vereinen und Spielern regelmäßig verwendeten, vom DFB vorformulierten «Musterarbeitsvertrag für Lizenzspieler» ergibt. Der Autor stellt die Zugehörigkeit dieses Rechtsverhältnisses zum Arbeitsrecht fest und untersucht sämtliche Klauseln des Musterarbeitsvertrages für Lizenzspieler nach arbeitsrechtlichen Maßstäben auf ihre Rechtswirksamkeit. Das Ergebnis: Eine Vielzahl der Vertragsklauseln hält der Wirksamkeitskontrolle nicht stand und ist unwirksam.
Aus dem Inhalt: Organisation und Rechtsgrundlagen des Lizenzfußballs - Lizenzfußballspieler als Arbeitnehmer oder selbständige Unternehmer? - Grundlagen der Vertragskontrolle von Arbeitsverträgen - Vertragliche Verpflichtungen des Spielers im dienstlichen und außerdienstlichen Bereich - Ärztliche Untersuchungen - Persönlichkeitsrechte - Nebentätigkeitsverbot - Spielervermittlung - Vertragsstrafen - Urlaubsentgelt - Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall - Transferbestimmungen - Bosman-Urteil - Kienaß-Urteil.