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Interdisziplinäre Sportwissenschaft

Historische und systematische Studien zur Eigenweltthese des Sports

Jürgen Court

Die junge akademische Disziplin der Sportwissenschaft gehört zu der Gruppe von Querschnittswissenschaften, deren Einzeldisziplinen durch Abspaltung aus verschiedenen Mutterwissenschaften entstanden sind. Angesichts des fortschreitenden Ausdifferenzierungsprozesses prüft dieser Band Möglichkeiten interdisziplinärer und integrativer Zusammenarbeit zwischen den Einzel- und Mutterwissenschaften. Sein Leitfaden ist die Untersuchung der These, der Sport bilde eine «Eigenwelt», die aus medizinischen, pädagogischen, ethischen, ästhetischen, literaturwissenschaftlichen und historischen Perspektiven beleuchtet wird. Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Beziehung von Medizin und Pädagogik, der Frage nach dem interdisziplinären Potential von Marcel Prousts Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit und Studien zu Friedrich Nietzsche, Carl Diem und Victor Klemperer. Durch sein Anliegen, Brücken zwischen «Geistes-» und «Naturwissenschaft» zu schlagen, wendet sich dieses Buch vor allem an einen Leserkreis, der an Fragen interdisziplinärer Forschung interessiert ist. Es ist zugleich die erste historische und systematische Einführung in die Geschichte der Sportwissenschaft.
Aus dem Inhalt: Zur Einführung: Eine kleine Geschichte interdisziplinärer Sportwissenschaft – Ethik und Eigenwelt – Ästhetik und Eigenwelt – Geschichte und Eigenwelt.