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Die deutsche Sprache in der Gegenwart

Festschrift für Dieter Cherubim zum 60. Geburtstag

Stefan J. Schierholz

Dieter Cherubim ist Professor für germanistische Linguistik am Seminar für Deutsche Philologie der Georg-August-Universität Göttingen. Seine wichtigsten Forschungsgebiete sind Sprachgeschichte der Neuzeit, Geschichte der Sprachwissenschaft, Geschichte der Grammatiktheorie, Sprachwandel, Kontrastive Linguistik, Gesprächsforschung, Fehlerlinguistik, Sprache in Institutionen sowie Sprache und Alter. Mit dieser Festschrift möchten die Beiträger, Herausgeber und seine Göttinger Kolleginnen und Kollegen Dieter Cherubim anläßlich seines 60. Geburtstags ehren. Die Festschrift enthält insgesamt 35 Beiträge, die den Kapiteln Sprachgeschichte, Grammatik, Sprachkritik und Fachkommunikation zugeordnet sind.
Aus dem Inhalt: Klaus Düwel: Kämme mit Runeninschriften – Norbert Nail: Die Marburger Sorge - oder: Warum der «Gasthof zum Schützenpful», vulgo «Wirtshaus an der Lahn», nicht unbedingt auf «Fürsorge» gegründet ist – Ulrich Püschel: ‘Soft News’ 1810. Wie die Zeitung über Unglücke berichtet – Werner Holly: Die Geschäftsordnung der Paulskirche als Text. Anmerkungen zur Geschichte einer Textsorte – Armin Burkhardt: Wühler, wühlen, Wühlerei. Anmerkungen zu einer «Schreckwort»-Familie der 48er Revolution – Isa Schikorsky: «Dein in den Tod» - Zur Sprache der Liebe unter den Bedingungen des Krieges – Edgar Papp: Deutsche Etymologie im 17. Jahrhundert. Johann Clauberg ‘Ars Etymologica Teutonum’ (1663) – Georg Objartel: Sprachreflexivität bei Goethe: sogenannt. Mit vergleichenden Ausblicken – Herbert Blume: Städtisches und ländliches Hochdeutsch in Ostfalen um 1900 – Frank Kammerzell: Aegypto-Germanica: Ägyptischer Wortschatz in westeuropäischen Sprachen (Teil 1) – Norbert Fries: Ist Deutsch eine schwere Sprache? Am Beispiel des Genus-Systems – Helmut Rehbock: Exzitative W-Sätze – Oddleif Leirbukt: Über temporale Perspektivierung und modale Differenzierungen in Konstruktionen mit vergangenheitsbezogenen Formen des Konjunktivs II – Matti Luukkainen: Der Satztyp im literarischen Text – Wolfgang P. Schmid: Adverb und Adverbiale im Deutschen – Tiina Savolainen: Zur Produktivität des Wortbildungsmodells herum + Verb – Eilika Fobbe: Präfigierte Indefinitpronomina – Konrad Ehlich: Wissen, Sprache. Thesen zu einer pragmatischen Fundierung von Semantik – Brigitte Döring: «Die Pflege und Reinhaltung unserer Muttersprache scheint mir eine Aufgabe zu sein, die unserer Akademie gemeinnütziger Wissenschaften wohl ansteht.» - Sprachkritik im Umfeld der Erfurter Akademie gemeinnütziger Wissenschaften – Christoph Perels: Sprache der Wissenschaft und Sprache der Dichtung. Zu Gottfried Benns Sprachkritik zwischen 1914 und 1920 – Heidrun Kämper: Bertolt Brecht, der Nationalsozialismus und die Sprachkritik – Joachim Gessinger: Deutsche reden deutsch – Dieter Stellmacher: Muttersprachenunterricht und Sprachwissenschaft. Ein Fallbeispiel dialektologisch betrachtet – Karl-Heinz Best: Ein Beitrag zur Fremdwortdiskussion – Hartmut Schmidt: Lieblingsrenommierwörter und Verbalmissgeburten oder Sprach-Fülldrang von Lesepudding bis Wortschleim. Über die Aufgaben allgemeinsprachlicher und autorenspezifischer Wörterbücher – Gottfried Kolde: Zur Geschichte der lexikographischen Definition im allgemeinen einsprachigen Wörterbuch des Deutschen – Anne Betten: Männermonolog vs. Frauenmonolog oder der Umgang mit Unterbrechungen. Weiteres Material zu einer provokanten These – Horst Liedtke: Zum Anredesystem im Deutschen und Dänischen – Klaus Beyer: Gibt es eine spezifisch pädagogische Kommunikation? – Carsten Schultze: Dialogtypen im familientherapeutischen Erstgespräch – Sigurd Wichter: Besetzungstypen – Klaus-Dieter Ludwig: Markierungen DDR-spezifischen Wortschatzes im Wandel – Albert Busch: Kommunikative Spannungsfelder in der technischen Dokumentation – Stefan Goes: Manufactum: Der Mythos vom genialen Handwerker als Strategie im Direktmarketing – Rainer Knirsch: «Eine Art Magie» - Essayistisches zur Abweichungsbewältigung in der Anrufbeantworter-Kommunikation.