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Kindesmisshandlung

Eine systematische und statistische Untersuchung von 79 Fällen

Bernd Richter

Von Kindesmisshandlungen sind Säuglinge und Kleinkinder am häufigsten und schwersten betroffen. Viele behalten gravierende Dauerschäden zurück. Eine generelle landesamtliche Unkenntnis zum Thema ist im Hinblick auf die Qualitätssicherung der medizinischen, psychologischen und sozialtherapeutischen Behandlung von Misshandlungsfällen und im Hinblick auf die Wirksamkeit der geltenden Kinder- und Jugendschutzgesetze äußerst beunruhigend. Innerhalb der durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung kommen die von Karl Jaspers in dessen psychologischem Hauptwerk entwickelte Methode der Kasuistik und die Methoden deskriptiver Statistik zur Anwendung. Die Abhandlung bietet nach der kasuistischen Analyse von über hundert Verdachtsfällen und ausgehend von der statistischen Auswertung 79 positiver Misshandlungsfälle, die in einer relationalen Datenbank verschlüsselt wurden, klare Vorschläge und ein einfaches und allgemeines Konzept zur Definition, speziellen Therapie und Dokumentation von Kindesmisshandlungen.
Aus dem Inhalt: Kindesmisshandlungen und resultierende Dauerschäden – Landesamtliche Unkenntnis zum Thema «Kindesmisshandlung» – Kasuistische Analyse – Sozio-geographische Analyse und modellhafte Darstellung im Bremer Stadtgebiet – Konzept zur Definition, speziellen Therapie und Dokumentation von Kindesmisshandlungen.