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Wie wirkt Kunst?

Zur Psychologie ästhetischen Erlebens

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Dorothée Halcour

Ästhetisches Erleben ist ein komplexes Zusammenspiel aus ineinandergreifenden Prozessen. Wahrnehmungsprozesse entschlüsseln die Struktur und regen an, sich über inhaltliche Aspekte Gedanken zu machen. Die Lerngeschichte eines Betrachters bestimmt dabei seine Seh- und Denkgewohnheiten. Motivation bestimmt, ob und wie lange der Rezipient sich auf das ästhetische Erleben einlassen will, und wie intensiv die daraus resultierenden Emotionen sind. Jede ästhetische Reaktion ist eine individuelle Mischung aus all diesen Prozessen, die sich gegenseitig hervorrufen und bedingen. Diese Arbeit entwickelt ein theoretisches Modell zur Erklärung dieser komplexen, dynamischen Abläufe. Durch theoriegeleitete Einzelfallanalysen gelingt es, die verschiedenen beteiligten psychischen Prozesse und Strukturen in ihrem Zusammenwirken zu formalisieren. Aus diesem Modell lassen sich individuelle ästhetische Reaktionen erklären und prognostizieren.
Aus dem Inhalt: Motivation ästhetischen Erlebens – Weltbild, Unbestimmtheit und Ästhetik – Ästhetisches Erleben und das Erkennen syntaktischer Strukturen – Verstehen der Bedeutung eines Bildes – Individuelle Denkstile beim Nachdenken über die Bedeutung von Kunst – Gefühle beim ästhetischen Erleben: Ergriffenheit, Sentimentalität und ästhetische Distanz – Ein Gesamtmodell ästhetischen Erlebens und seine Überprüfung.