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Ritterliche Werte zwischen Tradition und Transformation

Zur veränderten Konzeption von Artusheld und Artushof in Strickers «Daniel von dem Blühenden Tal»

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Regina Pingel

Strickers Daniel gehörte lange Zeit zu den wenig beachteten sogenannten nachklassischen Artusepen des 13. Jahrhunderts. Diese Arbeit begreift sich als Versuch, mit Hilfe der von der Forschung bereits gefundenen Bausteine eine sinnvolle Gesamtdeutung vorzunehmen. In der Interpretation der poetologischen, rechtsgeschichtlichen, moraltheologischen und auch sozialgeschichtlichen Bezüge werden die bewußt veränderten Konzeptionen von Artusheld und Artushof in den Blick genommen. Die in jeder Hinsicht - Geburt, Moral, Kraft, list und politische Weitsicht - vorbildliche Titelgestalt erlaubt es, den Text als eine indirekte Fürstenlehre zu lesen, die sich als ein mit heroischen Elementen ausgestattetes Artusepos präsentiert. Das besondere Interesse gilt dabei der Rechtsorientierung, dem religiösen Fundament, dem Gemeinschaftskonzept und dem mit grundsätzlicher Anerkennung des übergeordneten Königtums verbundenen starken Landesfürstentum.
Aus dem Inhalt: Die Aussagen des Prologs - Die Einführung des neuen Artushelden - Die veränderte Konzeption des Artushelden - Die veränderte Konzeption des Artushofs - Rückschau auf den Prolog.