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Wohnformen und Lebenswelten im interkulturellen Vergleich

Magdalena Droste and Adolf Hoffmann

Wohnen ist eine der wesentlichen kulturellen Ausdrucksformen menschlicher Gesellschaften. Unterschiedliche Möglichkeiten des Zusammenlebens, aber zugleich auch der sozialen Differenzierung finden hier ihren Ausdruck. Dieses Buch vereint Vorträge, die 2001 anläßlich der Tagung Wohnformen und Lebenswelten im interkulturellen Vergleich an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus gehalten wurden. Eine der Besonderheiten des Projekts lag darin, daß Wohnen von der Antike bis zur Gegenwart in den Blick rückte. Für die Strukturierung ergaben sich drei übergreifende Themenkomplexe: Gemeinschaftswelten, soziale Topographie; Ideale und Imaginationen sowie Nahtstellen des Privaten. Als Ansatzpunkt vieler Untersuchungen erwies sich die Frage nach der Wechselbeziehung zwischen Raumgestaltung und Lebensform. Die enge Beziehung zwischen baulichen und sozialen Strukturen war in vielen Fällen offensichtlich und wichtigste Grundlage der Interpretation.
Aus dem Inhalt: Lisa Nevett: Domestic space as a means of exploring social change: household organisation and the formation of the classical Greek polis – Hilke Thür: Mehrgeschossige Stadthäuser in Ephesos. Die Wohneinheiten 4 und 6 des Hanghauses 2 – Felix Pirson: Zwischen sozialer Promiskuität und kontrollierter Öffentlichkeit: Die räumliche Organisation pompejanischer Stadthäuser – Ulrich Klein: Wohnen im Hoch- und Spätmittelalter. Ein kurzer Überblick zum Forschungsstand – Cordula Bischoff: Fürstliche Appartements um 1700 und ihre geschlechtsspezifische Ausstattung – Burkhard Körner: Der Kanzlerbungalow von Sep Ruf. Privates Wohnen und öffentliches Repräsentieren – Sandra Kositz: Continuità und Venezianità im kommunalen Wohnungsbau der 1980er Jahre in Venedig – Karin Koller: Marmorwandausstattungen - stummes Zeugnis privater Repräsentation im Hanghaus 2 in Ephesos – Monika Trümper: Wohnen und Arbeiten im hellenistischen Handelshafen Delos – Petra Sophia Zimmermann: Das Rubenshaus in Antwerpen im Verhältnis zu dem Stichwerk «Palazzi di Genova» – Susanne Deicher: Imaginäre Praxis. Ästhetische Inszenierungen des Wohnens in der Neuen Architektur seit 1900 – Christina Threuter: Sophie Taeuber: Die Repräsentation der Künstlerin im Konzept des «befreiten wohnens» – Zeynep Kuban: Der Harem und das Selamlık im osmanischen Haus – Anne Mollenhauer: Gastfreundschaft und ihr baulicher Ausdruck - Empfangsräume zwischen dörflicher Tradition und städtischer Lebensform im 19. Jahrhundert in Jordanien – Thomas Spohn: Das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit im westfälischen Haus vom 16. bis ins 19. Jahrhundert: Der Bereich des Detailhandels – Thomas Adam: Wohnarchitektur und Wohnen von sozialen Unterschichten im 19. Jahrhundert – Andreas Schwarting: Wohnen in einer Versuchssiedlung: Zur Problematik der baulichen Veränderungen in der Siedlung Dessau-Törten.