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«Dichter sein heißt aufs Ganze aus sein»

Zugänge zu Poetologie und Werk Franz Fühmanns

Brigitte Krüger

Die in diesem Band versammelten Aufsätze verstehen sich als Zugänge zu Poetologie und Werk Franz Fühmanns. Im Zentrum stehen Aspekte seiner künstlerischen Arbeit, die einen Blick auf den weniger bekannten Fühmann ermöglichen. Neben einem Beitrag zum Richtungswechsel des Erzählens seit Beginn der 70er Jahre stehen Aufsätze zur Bibelrezeption, zum Geschlechterdiskurs in Texten nach antiken Mythen, zur Adaption des Nibelungenliedes und zum Nietzsche-Bezug im Werk des Autors. Fühmanns Tendenz zur «Grenzüberschreitung» folgend, wenden sich weitere Beiträge seiner Arbeit für den Film und seinen Beziehungen zur Bildenden Kunst und zu Bildenden Künstlern zu. Auf Fühmanns Aktivitäten als Mitglied der Akademie der Künste der DDR und seine Haltung in kulturpolitisch wichtigen Entscheidungssituationen nimmt ein weiterer Beitrag Bezug.
Aus dem Inhalt: Ursula Heukenkamp: Die große Erzählung von der befreiten Arbeit - Ein Richtungswechsel des Erzählers Fühmann – Friedrich Schorlemmer: «... ein Riss; und der Abgrund Mensch klaffte auf». Wie Fühmann die Bibel zu lesen lehrt – Rudolf Jürschik: Fühmanns Arbeit für den Film – Christel Berger: Franz Fühmann in der Akademie der Künste der DDR – Marie-Elisabeth Lüdde: Das uralte Licht - Mythos und Bibel im Werk Fühmanns – Brigitte Krüger: «Kreuzweg der Geschlechter». Geschlechterbeziehungen in Texten Fühmanns – Tim Reiß: «Die Weltuntergangsmaschine muss nicht abrollen...» Fühmanns Adaptionen des Nibelungenlieds – Kai Agthe: «Ihrer sind nicht viele, aber man muss sie kennenlernen». Zu Fühmanns Nietzsche-Rezeption – Dennis Tate: Ein nicht anerkannter britischer Durchbruch. Fühmanns Beitrag zum Erfolg des Films Der Schwur des Soldaten Pooley – Hans-Christian Stillmark: «Mir solls Wurscht sein, ich werde auf den Wieland hören». Franz Fühmann und Wieland Forster - Betrachtungen einer Zusammenarbeit – Carola Pohlmann: Fühmanns Kinderbücher und ihre Illustrationen.