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Klio ohne Fesseln?

Historiographie im östlichen Europa nach dem Zusammenbruch des Kommunismus

Alojz Ivanisevic, Andreas Kappeler and Walter Lukan

Diesem Thema war im September 2001 eine internationale Tagung in Wien gewidmet, deren Ergebnisse nun vorliegen. Der Stellenwert der Geschichte ist im östlichen Europa auch heute noch erheblich höher als in den Ländern Westeuropas, weil ihr die Aufgabe der Legitimation der neuen Staaten und Nationen zufiel, mit allen daraus resultierenden Gefahren, etwa dem Aufbau von Feindbildern.
Behandelt werden Themen wie Kontinuität und Wandel der Institutionen und Personen der Geschichtsforschung, ihre internationale Vernetzung, das Verhältnis von Politik und Geschichte, neue methodische Ansätze, die Erschließung neuer Quellen, unterschiedliche Erinnerungsweisen, spezifische Kontroversen und Forschungsdefizite. Die Länderbeiträge der Wissenschaftler aus dem östlichen Europa werden durch Korreferate von Kollegen aus Deutschland und Österreich kritisch ergänzt.
Aus dem Inhalt: Der Bereich der ehemaligen Sowjetunion: Rußland, Ukraine, Weißrußland, Estland, Lettland, Litauen, Moldawien – Ostmitteleuropa: Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien – Südosteuropa: Serbien und Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Makedonien, Bulgarien, Rumänien, Albanien.