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Kursachsen, das Reich und der mitteldeutsche Raum zu Beginn des 18. Jahrhunderts

Jochen Vötsch

In methodischer Kombination von Reichs- und Landesgeschichte wird die Stellung Kursachsens in Reich und Region um 1700 erstmals systematisch analysiert. Eingehend untersucht werden die Kernbereiche Politik, Recht und Religion. Der Konfessionswechsel Augusts des Starken im Zuge der polnischen Königswahl von 1697 gefährdete vor allem das evangelische Direktorium auf dem Reichstag. Die finanziellen Probleme führten zur Aufgabe wichtiger Positionen in Mitteldeutschland. Die Überforderung Kursachsens begünstigte außer Kurhannover vor allem den Aufstieg Brandenburg-Preußens zur zweiten deutschen Groß- und protestantischen Vormacht im Reich.
Aus dem Inhalt: Die Konversion von 1697, das Direktorium des Corpus Evangelicorum und Kursachsen in der Konfessionsproblematik – Die kursächsischen Positionen in der Reichsverfassung und auf dem Reichstag – Kursachsen und seine «Raumkonkurrenten».