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Öffentlichkeit ohne Tradition

Bulgariens Aufbruch in die Moderne

Harald Heppner and Rumjana Preshlenova

Da die Bulgaren Jahrhunderte dem Osmanischen Reich zugehörten, besaßen sie zur Zeit der Nationalstaatsgründung (1878) in Sachen moderner Öffentlichkeit noch kaum Erfahrung. Öffentlichkeit entfaltete sich in Bulgarien in den folgenden Jahrzehnten zwar erstaunlich rasch, doch mit allen Problemen, die nachholende Entwicklungen mit sich bringen. Gleich einem Prisma beleuchtet dieses Sammelwerk die Dimension des Öffentlichen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft, im Wandel der Straßen und Plätze sowie im Kulturleben, aber auch in der Fremdbetrachtung und Selbstdarstellung des jungen Staates.
Aus dem Inhalt: Harald Heppner: Aspekte bulgarischer Öffentlichkeit in spätosmanischer Zeit – Plamen Mitev: Die großen öffentlichen Debatten in der bulgarischen Gesellschaft vor der Eigenstaatlichkeit – Ilija Iliev: Der Wundertäter Angeluš. Eine Geschichte aus den Jahren der Modernisierung Bulgariens – Kalin Nikolov: Kultur und Zivilgesellschaft in Bulgarien von der zweiten Hälfte des 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert – Gabriella Schubert: Sprache und Öffentlichkeit – Alexander Kostov: Technischer Fortschritt, Modernisierung und Öffentlichkeit in Bulgarien Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts – Valeri Kolev: Die Verfassungsdebatten in Bulgarien (1878-1912) – Georgi Peev: Die politische Kultur in Bulgarien ab 1878 aus dem Blickwinkel des Auslandes – Veselin Jančev: Die Armee im öffentlichen Raum Bulgariens 1878-1912 – Roumiana Preshlenova: Im Vorhof zur Macht. Wirtschaft und Öffentlichkeit in Bulgarien 1878-1914 – Raina Gavrilova: Orte, Ansichten und Zeichen: Die Herausbildung des öffentlichen Raumes im städtischen Milieu – Gabriele Wolf: «Das Publikum besuchte zufrieden das Theater und staunte»: Überlegungen zu Theater und Öffentlichkeit in Bulgarien um 1900 – Claudia Weber: «Panagjurište grüsst das Vaterland» - Nationale Öffentlichkeit in Bulgarien 1878-1900 – Iglika Mishkova: Die Museen und die bulgarische Gesellschaft 1878-1914 – Todor Popnedelev: Die Rezeption von Geschichtswissen in Bulgarien 1878-1912 – Dobrinka Parousheva: Die Bulgarin und die Herausforderung der Moderne – Ivan Ilčev: Die Kunst des Unmöglichen. Propaganda und Mutationen des Bulgarienbildes in ‘Europa’.