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Die Suche nach einem «Dritten Weg»

Beiträge der deutschen Nationalökonomie in der Zeit der Weimarer Republik

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Marc Lüdders

In den westlichen Staaten gibt es einen Diskussionsbedarf über den weiteren Weg von Gesellschaft und Wirtschaft angesichts der durch die Globalisierung zunehmenden ökonomischen Konkurrenz und des Wandels von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft. In den Debatten über die zukünftige sozioökonomische Entwicklung wird das alte Schlagwort des Dritten Weges (zwischen Kapitalismus und Sozialismus) aufgebracht. Es läßt sich ein Traditionsstrang von der Diskussion um Anthony Giddens Third Way über Ota Šiks Marktsozialismus über die SPD-Programme der 50er Jahre geradewegs zurück in die zwanziger Jahre verfolgen, wo sich unterschiedliche Personen und Gruppen um eine solche Zwischenordnung bemühten. Die Aufgabe der Arbeit ist es, die Suche vieler Zeitgenossen der Weimarer Republik unterschiedlichster Couleur nach einem Dritten Weg vor dem Hintergrund ihrer Zeitdiagnose zu analysieren.
Aus dem Inhalt: Von Anthony Giddens zurück in die Weimarer Republik – Ein Überblick über die damalige Ordnungstheorie – Diagnose zur Lage und Zukunft des Kapitalismus – Die Therapie: lauter Dritte Wege Dritte Wege mit liberaler Ausrichtung – Dritte Wege mit korporativistischer Ausrichtung – Dritte Wege mit interventionistischer Ausrichtung – Fazit.