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Herbert Lüthy – Die Bilderhandschrift von Ennenda

Christoph H. Lüthy and Franz König

Herbert Lüthy (1918–2002), einer der bedeutendsten Schweizer Historiker und Essayisten des 20. Jahrhunderts, erlangte wegen seiner virtuosen Verknüpfung von akademischer Geschichtsschreibung und Journalismus internationale Anerkennung. In der ab 2005 erschienenen siebenbändigen Werkausgabe sind seine wissenschaftlichen und essayistischen Arbeiten gesammelt und erneut zugänglich gemacht worden. Unbekannt geblieben ist jedoch seine satirische Schweizergeschichte, die er als frühreifer Gymnasiast in den Jahren 1933–1935, der Zeit der anbrechenden „Geistigen Landesverteidigung“, gezeichnet hat. Dieser witzige Jugendstreich wurde anonym 1962 als „Bilderhandschrift von Ennenda“ für einen kleinen Kreis Eingeweihter publiziert und ist längst vergriffen. In der jetzigen Ausgabe erscheint diese Chronik erstmals unter dem Namen des Autors. Der renommierte Zürcher Historiker Jakob Tanner geht in seinem Vorwort auf den geschichtlichen Platz und die erneute Relevanz dieser karikierten Schweizergeschichte ein. In einer biographischen Skizze ergründet Christoph Lüthy die Entstehungsgeschichte dieser Chronik im Spannungsfeld familiärer und geistiger Einflüsse.

    Jakob Tanner: Mit Mythen gegen nationale Mystifikationen. Herbert Lüthy und die Leichtigkeit des Denkens – Christoph Lüthy: Biographische Notizen zur Entstehungsgeschichte der „Bilderhandschrift von Ennenda“ – Zacharias Kubli (alias Herbert Lüthy): Vorwort zur Ausgabe der „Bilderhandschrift“ von 1962 – Herbert Lüthy: Die Bilderhandschrift von Ennenda – Transkription der Bildlegenden