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Lazarus über sich selbst

Heinrich Heine als Essayist in Versen

Marcelo Backes

«Jeder mißversteht seinen halben Heine so gut es geht», schrieb Wolf Biermann einmal. Als Einheit wird das Werk Heinrich Heines seit langem nicht mehr betrachtet, obwohl es in seiner Zerrissenheit – in seiner gebrochenen Modernität – eine vollkommene Einheit bildet. Die Spannungen zwischen Politik und Poesie erhielten sich bei Heine bis zum Ende seines Schaffens. Auch Zwischentöne und Unentschiedenes sind zeitlebens bemerkbar. Dennoch entspringen alle seine Schriften, wie er selbst sagte, ein und demselben subjektiv betonten Gedanken. «‘Ein’ Gedicht mag ihn enthalten, ‘alle’ Gedichte entfalten ihn», kommentierte Heines Herausgeber Klaus Briegleb im Nachwort zur Gesamtausgabe der Werke. Aus diesem Grund befasst sich diese Arbeit mit dem gesamten Werk Heines, wobei der Schwerpunkt der Betrachtungen auf den letzten Gedichten Heines liegt.
Aus dem Inhalt: Essay – Essay als Gattung – Essay in Deutschland – Heine – Heines Werk – Heines Zeit – Heines Kritiker – Heine und Paris – Heine und das Judentum – Montaigne.