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Ludwig Bechstein. Prosasagen außerhalb der großen Anthologien (1826-1859)

Susanne Schmidt-Knaebel

Ludwig Bechstein ist überwiegend durch seine Märchensammlungen bekannt, er selbst hat jedoch den Schwerpunkt seiner Sammeltätigkeit bei der Dokumentation von Volkssagen gesehen. Daneben hat er ein umfangreiches wissenschaftliches und dichterisches Werk hinterlassen. Derzeit sind vor allem die Sagenbestände von Interesse, weil sie rezeptionsgeschichtlich zu Unrecht im Schatten der Deutschen Sagen der Brüder Grimm (1816/1818) stehen. Bechsteins zwischen 1835 und 1857/1858 erschienene große Sammlungen wenden sein um eine Generation jüngeres Konzept auf insgesamt 2158 Texte an. 374 weitere Texte sind außerhalb der großen Anthologien verstreut an z.T. schwer zugänglichen Stellen erschienen. Diese wenig bekannten Sagen werden hier vorgestellt und unter textlinguistischen Gesichtspunkten kommentiert.
Aus dem Inhalt: Quellschriften – Bezüge der Anthologien zueinander – Der linguistische Textabgleich: Paraphrase, retuschierende Übernahme, Kürzung, Erweiterung, recherchierte Modifikation, literarische Angleichung, lyrische Umsetzung – Die kommentierten Texte: Prosasagen (1826-1859) – Abschließende Auswertung.