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Musik und Ekstase (Hitlahavut) im Chassidismus

Shmuel Barzilai

Die Musik ist im Judentum unendlich wichtig. In diesem Zusammenhang steht über den Satz der Tora «Höre auf das Lied und das Gebet» (1. Buch der Könige 8,28) im Talmud: «Nur dort, wo ein Lied ist, gibt es auch Gebet» (b.Berachot. 6a). Deshalb stellte das Lied auch im großen Tempel von Jerusalem einen unverzichtbaren Teil der täglichen Opfer dar und kam von dort mit bestimmten Melodien für das Gebet und die Toralesung in die Synagoge. Der Chassidismus bediente sich eines der wichtigsten Instrumente, der Musik für den Gottesdienst, dessen Ziel es ist, den Menschen zu wecken und zu erfreuen, um die Traurigkeit, den «Ursprung des Bösen», zu verscheuchen. Denn durch Freude kann man die höchsten Stufen erreichen und alle physischen Probleme vermeiden, genau so wie Rabbi Ezekil von Kuzmir sagt: «Denn mit Freude sollt ihr herausziehen» (Jesaja 55,12), was bedeutet, daß man sich durch Freude von allen Schwierigkeiten befreien kann. In diesem Buch führt uns der Autor durch die Höfe der Chassidim in die Welt der Melodie, über die Musik ohne Worte (die vielleicht wichtiger ist, als jene mit Worten), die Bedeutung des Tanzes, die Schabbat-Tischgebete bis hin zur kabbalistischen Musik. Er schreibt über die verschiedenen Rabbiner, die bei den verschiedensten Gelegenheiten sangen und komponierten, wie z.B. in der Synagoge oder beim «Tisch», wo sich alle Chassidim versammeln, um die Erklärungen und Deutungen der Tora zu vernehmen.
Aus dem Inhalt: Die Bedeutung der Musik im Judentum - ein allgemeiner Überblick – Chassidismus – Der Niggun – Der Tanz – Schabbat und Melodie – Musik und Kabbala – Der musikalische Ausdruck in verschiedenen chassidischen Strömungen – Die Sänger und die Komponisten – Erzählungen und Beispiele von berühmten Niggunim – Chassidische Sprichwörter und Aussprüche über Musik – Der Bezug der Chassidim zu nichtjüdischen Melodien – Die Musikinstrumente im chassidischen Gebrauch – Der Neo-Chassidismus.