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Friedrich Hebbel – Schmerz und Form. Perspektiven auf seine Idee des Tragischen

Ausgewählte Schriften zur Runologie und Altgermanistik

Herbert Kaiser

Die Aufsätze in diesem Band beleuchten Hebbels Selbstverständnis als Poeten, sein Weltbild und seine Idee des Tragischen aus sehr verschiedenen Blickwinkeln seines und des 20. Jahrhunderts. Aus Vergleichen, von außen her, eröffnen sie neue Erkenntnismöglichkeiten. Zwischen Goethe und Nietzsche gestellt, in eine Reihe mit Schiller und Grillparzer, verglichen mit Jean Paul und Gutzkow, Raabe und Schopenhauer zeigt sich Hebbels tragisches Weltbild in überraschenden Facetten. Als Leitmotive seines ästhetischen Denkens erweisen sich die Kategorien von Schmerz und Form. Im Schmerz artikuliert sich die Lebenssituation des Vereinzelten, die Form gestaltet im Drama den Lebensprozess. In der direkten Hebbelrezeption der Jahrhundertwende und noch stärker in der bewusstseinsgeschichtlichen Nähe Ernst Jüngers zu Hebbel treten Form (bei Lukács und Paul Ernst) sowie Schmerz (bei Jünger) als die Momente hervor, die seine Idee des Tragischen geschichtlich wirksam gemacht haben.
Aus dem Inhalt: Von der Tragödie zur Idee des Tragischen – Notwenigkeit des tragischen Konflikts – Schmerz bei Hebbel, Nietzsche und Ernst Jünger – Form als ästhetische Kategorie bei Lukács und in der Neuklassik – Hebbel, Gutzkow: divergierende Literaturkonzepte.