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Nichtsein – eine Metaphysik der Intentionalität

Sebastian Lalla

Die Vorstellung, daß Nichtsein nur die Negation des Seins sei, hat die klassische Ontologie lange beschäftigt. Hier wird Nichtsein als eigenständige Kategorie beschrieben, die noch vor der Aufteilung in Sein oder Nichtsein zum Tragen gekommen ist. Ihre unmittelbare Darstellung ist im Phänomen der Intentionalität gegeben: als das, was sein soll und indem es so gedacht wird, auch eine eigene Wirklichkeit begründet, ist das intentionale Sein die Entgrenzung eines dualistischen Ontologieverständnisses. In einer historischen und systematischen Perspektive zeichnet sich das Nichtsein als transzendentaler Garant der Einheitlichkeit des Verständnisses von Sein überhaupt.
Aus dem Inhalt: Metaphysikgeschichtliche Diskurse zu Johannes Duns Scotus, Gregor von Rimini, Robert Reininger und Alexius Meinong – Sprachphilosophische Betrachtungen zum Referenzproblem – Intentionalität und Nichtsein.