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«The Greatest Story Ever Remembered»

Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg als sinnstiftendes Element in den USA

Kristina Rödder

Der Zweite Weltkrieg ist eine der populärsten Geschichten, die in den USA öffentlich über die Nation erzählt werden. Wie keine andere Narration fungiert sie als Matrix für das Selbstverständnis und die Bewertung innen- und außenpolitischen Handelns der Vereinigten Staaten. Insbesondere seit Beginn der 1990er Jahre macht sich dies in einer bis dahin ungekannten Vielzahl neu entstandener öffentlicher Erinnerungsmanifestationen (Denkmälern, Spielfilmen, Dokumentationen, Büchern und Ausstellungen) bemerkbar. Wie wird an den Zweiten Weltkrieg erinnert, was macht ihn inhaltlich und formal zu einer so «guten» Geschichte, und mit welchen Mitteln kämpfen welche Erinnerungshüter um die Dominanz ihrer Version der Geschichte im nationalen historischen Gedächtnis der USA? Diesen und anderen Fragen geht das Buch in einer interdisziplinären Untersuchung öffentlicher Erinnerungskultur von 1945 bis 2006 nach.
Aus dem Inhalt: Zweiter Weltkrieg – USA – Selbstbild und Fremdbilder – Erinnerung und Geschichte – Gesellschaftliches «Gedächtnis» – Geschichtsbewußtsein und Geschichtsvermittlung – Erinnerungskultur – Die «Greatest Generation» – «Blinde Flecken» – Erinnerungshüter – Strategien – Public History – Narrativität – Oral History – Historiographie und «Memoriographie».