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Gehirn und Ich

Plädoyer für einen Paradigmenwechsel

Thorsten Streubel

Wie verhalten sich Geist und Körper, Ich und Gehirn zueinander? Ist es wahr, daß alle geistigen Prozesse durch neuronale Prozesse verursacht oder zumindest bedingt sind? Die Untersuchung versucht diesen Glauben in seinen Grundlagen zu erschüttern. Es soll gezeigt werden, daß die heutzutage weitverbreitete Ansicht, das Gehirn sei die Ursache oder Grundlage von Geist und Bewußtsein, auf ungeprüften metaphysischen Voraussetzungen basiert, beispielsweise auf dem Glauben, daß die Wirklichkeit in erster Linie materieller Natur sei. Demgegenüber will dieses Buch auf das rätselhafte Phänomen des Bewußtseins von Körper und Geist aufmerksam machen und zeigen, daß Körper (Gehirn) und Geist (Denken) ausschließlich als Tatsachen des Bewußtseins gegeben sind. Dieser Befund, von dem alle weiteren Analysen ausgehen, führt schließlich zu einem überraschenden Ergebnis: Das Gehirn ist nicht die Grundlage von Geist und Bewußtsein, sondern vielmehr Erscheinung meines Ich – des Subjekts von Bewußtsein, Körper, Leib und Geist.
Aus dem Inhalt: Aristoteles: eine Alternative zu Descartes? – Descartes und seine Epigonen: das Cartesianische Paradigma – Körper und Geist – Was ist Bewußtsein? – Der Leib, das Medium der Außenwelt – Ich als Subjekt von Bewußtsein, Leib, Körper und Geist – Psychophysische Wechselwirkung? – Gehirn und Ich – Bemerkungen zur Willensfreiheit.