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Dimensionen der Moderne

Festschrift für Christof Dipper

Ute Schneider and Lutz Raphael

Alle Studien dieser Festschrift für Christof Dipper befassen sich mit der Frage der Moderne als Deutungsmuster in den Geschichts- und Sozialwissenschaften. Ziel ist es, Mosaiksteine für eine Theorie der Moderne zu liefern. Neben theoretischen und historiografischen Überlegungen stehen zahlreiche Beiträge, die einzelne Aspekte der Moderne oder Modernisierungsprozesse untersuchen. Das Spektrum der Länderstudien ist breit und reicht von Deutschland bis nach Italien, Großbritannien und Schweden. Insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Debatten um «multiple modernities» werden auch globale Prozesse und Entwicklungen nicht vernachlässigt. Untersuchungen zu den USA, Japan und dem asiatischen Raum bieten entsprechende Perspektiven des Vergleichs.
Aus dem Inhalt: Lutz Raphael/Ute Schneider: Vorwort – Jürgen Reulecke: Generation 1943 - männlich. Ein Einleitungsessay - Christof Dipper gewidmet – Petra Gehring: Entflochtene Moderne. Zur Begriffsgeschichte Luhmanns – Michael Th. Greven: Moderne und Postmoderne in der Politik. Zwischen ahistorischer Ignoranz und visionärer Euphorie. Anmerkungen zu Klaus von Beymes Umgang mit Epochenbegriffen – Ute Schneider: Spurensuche: Reinhart Koselleck und die «Moderne» – Lutz Raphael: Ordnungsmuster der «Hochmoderne»? Die Theorie der Moderne und die Geschichte der europäischen Gesellschaften im 20. Jahrhundert – Gangolf Hübinger: «Säkularisierung». Ein umstrittenes Paradigma der Kulturgeschichte – Dirk Schlinkert: Konjunkturen eines Mythos. Der Weg des Phaëthon in das kulturelle Gedächtnis der Antike und Moderne – Heiko Droste: Das schwedische Volksheim - ein Erbe der frühneuzeitlichen Staatsbildung – Helmut Böhme: Spaniens eigener Rhythmus: «Vormoderne» als «Moderne» – Moshe Zimmermann: Israels Spagat - Reactionary Modernism – Stig Förster: Wie modern war der amerikanische Bürgerkrieg? – Gustavo Corni: Die Modernisierung und der «Fall Venetien». Anregungen zu einem Vergleich – Gabriele B. Clemens: Bastionen der Traditionen: Universal-, Reichs- und Landesgeschichte und der Niedergang vornationaler Deutungsmuster in Deutschland? – Christoph Cornelißen: Ein ständiges Ärgernis? Die Moderne in der (west-)deutschen Geschichtsschreibung – Michael Toyka-Seid: «Nature Re-invented». Wie die Ökologie zur Moderne fand – Wolfgang Schieder: Gibt es noch die Einheit der Geisteswissenschaften? Nein. – Martina Heßler: «Period Eye(s)» in der Geschichte der Moderne – Detlev Mares: Die visuelle Inszenierung des modernen Politikers. William Ewart Gladstone in der «Illustrated London News» – Walter Mühlhausen: Der Reichspräsident zwischen Tradition und Moderne. Zur Rolle Friedrich Eberts in der Republik von Weimar – Wolfgang Schwentker: Symbolischer Nationalismus. Der Reichsgründungstag als japanischer Erinnerungsort – Rolf Wörsdörfer: «Es gibt keine Gegenwart.» Südosteuropa und die Moderne im Spiegel westlicher Reiseberichte – Bernhard Neff: Antizipationen des modernen Krieges. Sozialdemokratische Kriegsbilder am Vorabend des Ersten Weltkrieges – Gerd Krumeich: Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg – Norbert Stieniczka: Wegbereiter auf bereiteten Wegen? Das Automobil als konservatives Symbol für Modernität – Edgar Wolfrum: Rock ’n’ Roll und Sputnik-Triumph. Erkundungen über «Moderne» in den 50er Jahren – Petra Terhoeven: «Der Tod und das Mädchen». Linksterroristinnen im Visier der italienischen und deutschen Öffentlichkeit – Dieter Schott: Stadt und Moderne: Die Stadt als Modernisierungsagent? – Karl Härter: Asyl, Auslieferung und politisches Verbrechen während der «Sattelzeit». Modernität und Kontinuität im Strafrechtssystem – Rita Aldenhoff-Hübinger: Agrar- und Siedlungswissenschaft zwischen Kaiserreich und nationalsozialistischer Herrschaft: Bemerkungen zu Max Sering – Martin Vogt: Die Erneuerung des Staates. Gedanken zur aufgehaltenen Modernisierung in der verspäteten ersten deutschen Republik – Thomas Grotum: Autoritätsverlust? Die westdeutsche Polizei und jugendliches Protestverhalten in den 1950er Jahren – Jörn Leonhard: Erfahrungsgeschichten der Moderne: Von der komparativen Semantik zur Temporalisierung europäischer Sattelzeiten – Costanza D’Elia: Zentren und Peripherien: Übergangsgesellschaft im südlichen Europa. Der Fall des Mezzogiorno – Monika Wienfort: Zwischen Stand und Klasse. Notabeln und Notabelngesellschaft 1780-1850 – Hans-Christoph Schröder: Ungleiche Gentlemen. Adel und Bürgertum im England des