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Deutscher Bibelwortschatz in der frühen Neuzeit

Auswahl – Abwahl – Veralten

Werner Besch

Welchen Anteil hatte das Bibeldeutsch an der Entstehung und Ausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache? Die in diesem Buch zusammengestellten 16 Beiträge aus den Jahren 1990 bis 2007 gehen mit materialreichen Untersuchungen dieser Frage nach. Als Grundlage dienen die Übersetzungen von Luther, Zwingli (Zürcher Bibel) und Piscator (Herborner Bibelwerk) samt Nachdrucken bis 1710. Wie sich zeigt, waren wohl Orthographie und Flexion leichter in Übereinstimmung zu bringen als der Wortschatz. Hier zog sich der Prozeß von Auswahl und Abwahl zum Teil bis in das 18. Jahrhundert hin, oder blieb gar bei Doppelformen bis heute stehen.
Aus dem Inhalt: Pilotfunktion der Textsorte Bibeldeutsch – Großregionale Wortgegensätze Oberdeutsch/Mitteldeutsch-Niederdeutsch – Die lexikalische Doppelform als Vermittlungsstrategie – Glossare am Anfang und am Ende (1523-1691 f.) – Aspekte des Veraltens von Wörtern: zeitlich - regional - soziolinguistisch – Die Rolle Luthers für die deutsche Sprachgeschichte.