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Der Kampf gegen die Remilitarisierung

Friedensbewegung in Hamburg 1950 bis 1955

Markus Gunkel

Im Rückblick scheint die Geschichte außerparlamentarischer Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland erst in den 1960er Jahren zu beginnen. Dies ist eine Folge der staatlichen Repression in den 1950er Jahren, die die außerparlamentarischen Handlungsmöglichkeiten stark einschränkte. Am Beispiel Hamburgs dokumentiert diese Arbeit die Aktionsformen und Phasen der Friedensbewegung in der ersten Hälfte der 1950er Jahre ebenso wie die Verfolgungsmaßnahmen von Seiten des Staates gegen diese soziale Bewegung. Der Widerstand richtete sich vor allem gegen die Aufstellung neuer Streitkräfte für die junge, vom Krieg gezeichnete Bundesrepublik. Mit dieser qualitativen Mikrostudie leistet der Autor Grundlagenforschung auf einem bislang vernachlässigten Gebiet der Hamburger und bundesdeutschen Geschichtsschreibung.
Aus dem Inhalt: Gründung des Landesfriedenskomitees – Sammlung von Unterschriften unter den Stockholmer Appell – Volksbefragung gegen die Remilitarisierung – Jugendliche und Frauen im Friedenskampf – Bestrebungen zur Neutralität und Wiedervereinigung Deutschlands – Paulskirchenbewegung – Aktivitäten von Hafenarbeitern.