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Die Philosophie Karl Christian Friedrich Krauses im Kontext des deutschen Idealismus

Vom Bild des Absoluten- Krauses Lehre vom Göttlichen und Fichtes Wissenschaftslehre von 1804

Stefan Groß

Gleichwohl Krauses Philosophie international hohes Ansehen genießt, insbesondere in der südamerikanischen und spanischen Welt, bleibt der aus Thüringen stammende Denker innerhalb des deutschen Diskurses ein Außenseiter. Im Gegensatz zum viel berühmteren Kollegen Johann Gottlieb Fichte, dessen wissenschaftlichen Werdegang Krause verfolgte und in vielen seiner Schriften darüber Zeugnis ablegte, gelang es ihm jedoch nie, mit seinem ehemaligen Lehrer auf Augenhöhe zu kommen. Dennoch ist für die Fichteforschung der Panentheist Krause kein Unbekannter, da eine der wichtigsten Schriften Fichtes, die Wissenschaftslehre nova methodo, in Form einer Nachschrift von Krause vorliegt. Vergessen wird zumeist, daß Krause selbst eine originäre Philosophie entwickelte. Das Buch will diesem Vergessen entgegentreten. Dabei werden die synthetisch-harmonische Philosophie Krauses und Fichtes Wissenschaftslehre von 1804 in das Zentrum gerückt. Bei diesem Strukturvergleich hinsichtlich ihrer Theorien vom Absoluten handelt es sich um einen ersten Zugang zu dieser Thematik, die bislang weder von der Fichte- noch von der Krauseforschung geleistet wurde. Darüber hinaus gibt die Schrift tiefere Einblicke in Krauses Denken. Sie kann daher als eine Einführung in seine Philosophie verstanden werden.
Inhalt: Der nachkantische Idealismus – Fichtes Wissenschaftslehre von 1804 – Krauses analytische Philosophie, Gottes- und Bildlehre – Krauses Kritik an Fichte – Die Theorie vom Absoluten: Gemeinsamkeiten und Differenzen.