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Arbeitskreislauf

Diana Christina Zisler

Unter Handlungstheorie wird die Vielzahl analytisch-empirischer Aussagensysteme in den Sozialwissenschaften verstanden, die individuelles Handeln beschreiben und zum Ausgangspunkt für die Erklärung sozialer Phänomene nehmen wollen. Dabei schränkt der methodologische Individualismus als mögliches Grundprinzip sozialwissenschaftlicher Erklärung nicht auf die Auffassung ein, dass Institutionen und Kollektivphänomene als bloße Aggregation zu sehen sind; weder der soziale Charakter individuellen Handelns noch die Existenz eigenständiger kollektiver Phänomene auf der Systemebene wird geleugnet (Coleman, 1991). Die prominenteste unter den in der Handlungstheorie gebildeten dichotomen Typologien differenziert zwischen rational und normativ orientiertem Handeln. Für das erstere steht der «homo oeconomicus» Pate, für das letztere der «homo sociologicus». In der ökonomischen Theorie bestimmen seit Simon (1955) verschiedene Ausarbeitungen des Konzepts der eingeschränkten Rationalität die Diskussion.
Aus dem Inhalt: Kontrafaktisches Denken – Personalwissenschaft und Management – Das Selbst – Individuum und Individualität – Verhalten – Intentionalität – Kontrollüberzeugungen – Macht, soziale Kontrolle und Interaktion.