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Goethe zwischen den Kriegen

Gedenkreden in der Weimarer Republik (1919-1933)

Astrida Wallat

Sein 100. Todestag am 22. März 1932 machte den Dichter Johann Wolfgang von Goethe vollends unsterblich. Eine breite Welle des Eingedenkens durchrollte die erste deutsche Republik, die nur wenig später dem Untergang geweiht sein sollte. Dieses Buch greift weiter aus und untersucht anhand eines umfangreichen Korpus von über 80 zwischen 1919 und 1932 gehaltenen Reden die Bedeutung Goethes für das kulturelle Gedächtnis der Deutschen. Was für ein «Goethe» ist es, den diese Texte präsentieren und was sagen sie aus über das politische, soziale und kulturelle Panorama, vor dessen Hintergrund sie entstanden? Goethe als Leit- oder als Museumsfigur, als ferner Olympier oder als Vorbild für kommende Generationen? Die Antworten auf diese Fragen sind manchenteils verblüffend, manchenteils ernüchternd und in historischem Sinne immer instruktiv.
Aus dem Inhalt: Goetherezeption in der Weimarer Republik – Forschung über Rezeption – Gedächtnisgeschichte und Erinnerungsorte – Politische Goetherezeption – Auseinandersetzung mit dem kulturellen Gedächtnis der Deutschen – Politische Klassikerrezeption – Kanonisierungsprozesse.