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Psychiatrie und Macht

Leben und Krankheit König Ludwig II. von Bayern im Spiegel prominenter Zeitzeugen

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Felix Sommer

Das psychiatrische Gutachten, das im Jahr 1886 zur Absetzung König Ludwig II. von Bayern führte, basierte fast ausschließlich auf negativen, überwiegend von Hofbediensteten gemachten Aussagen. Eine persönliche Untersuchung durch die Psychiater fand niemals statt. Das Ergebnis stand bereits vor dem Begutachtungsauftrag fest. Der Legendenbildung waren nun Tür und Tor geöffnet. Die beinahe durchgängig publizierte Version von der paranoiden Erkrankung des Monarchen ist jedoch nach dem Studium umfangreicher Quellen nicht länger vertretbar. Die zahlreichen Aussagen von prominenten Zeitgenossen zu Leben, Verhalten und Krankheiten des Königs zeichnen ein anderes Bild. Das Buch illustriert Leben und Leiden des bayerischen Königs und stützt sich dabei auf Aufzeichnungen Richard Wagners, Otto von Bismarcks, Felix Dahns und vieler weiterer Politiker, Künstler oder Schauspieler. Dabei kommt die Studie zu ganz neuen Erkenntnissen.
Aus dem Inhalt: Bayern zur Zeit der Kindheit und Jugend Ludwig II. – Regierungsstil und politisches Wirken der ersten Jahre bis 1870 – Ludwig II. und Richard Wagner – Ludwigs Politik seit 1871, kulturelles Engagement, Bautätigkeiten, Rückzug in die Einsamkeit und Separatvorstellungen am Theater – Ludwig II., Otto von Bismarck, der Kaiserbrief 1870/71 und die Welfenfondsgelder – Homosexualität – Bernhard von Gudden – Begutachtung, Entmündigung, Absetzung – Tod im Starnberger See – Sultan Murad V. - Parallelfälle.